Die "glücklichen Sechs"

Nun steht es fest: Auch im Jahr 2008 kann die Gemeinde Mannebach einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. Damit steht der 350-Seelen-Ort finanziell nach wie vor besser da als die meisten Kommunen in der Verbandsgemeinde Saarburg. Rund 390 000 Euro wollen die Mannebacher in den kommenden Monaten in ein neues Baugebiet stecken.

Mannebach. Laut Ortsbürgermeister Manfred Arnoldi sind die Mannebacher - in diesem Fall die, die im Gemeinderat sitzen - keine "flammenden" Haushaltsreden gewöhnt. Auch in der jüngsten Ratssitzung gab es keine ellenlangen Vorträge oder Lobeshymnen, wenngleich letztere nicht unberechtigt gewesen wären. Sparsame Haushaltsführung

Hauptthema des Abends war der Gemeinde-Etat für das kommende Geschäftsjahr. Nach ein paar "warmen Worten" von Bürgermeister Leo Lauer, der dem Rat eine sparsame Haushaltsführung bescheinigte, und dem einstimmigen Votum der Ratsmitglieder für den Haushaltsplan war es amtlich: Auch 2008 kann die Gemeinde Mannebach ihren Haushalt ausgleichen. In Zahlen ausgedrückt: Exakt 320 690 Euro stehen im Verwaltungshaushalt auf der Einnahmen- und Ausgabenseite. Der Vermögenshaushalt beläuft sich auf 579 290 Euro. Damit gehören die Mannebacher zu den "glücklichen Sechs" in der Verbandsgemeinde (VG) Saarburg. Denn außer Mannebach warten auch Fisch, Ayl, Serrig, Irsch und Kirf mit einem ausgeglichenen Haushalt auf.Mannebachs nach wie vor günstige Kassenlage ist unter anderem einer noch immer recht üppigen Rücklage zu verdanken, die nach Abwicklung des Geschäftsjahrs 2007 voraussichtlich rund 47 000 Euro betragen wird. Für den Haushalt 2008 sollen allerdings 15 000 Euro entnommen werden. "Auch die Senkung der Verbandsgemeindeumlage von 36 auf 34 Prozent wirkt sich entlastend aus", betonte VG-Chef Lauer. Dennoch kommen auch die Mannebacher nicht ohne Kredite aus. Rund 444 000 Euro sollen aufgenommen werden.Als mit Abstand größte Einzelinvestition schlägt das neue Baugebiet, dessen Planung angelaufen ist, zu Buche. Insgesamt 390 000 Euro sollen 2008 in das Projekt fließen. Der überwiegende Teil des Geldes ist für den Grunderwerb vorgesehen. Damit wollen auch die Mannebacher den regionalen Bauboom nicht länger an sich vorüberziehen lassen, liegt doch die Erschließung des Neubaugebiets "Ober der Kirch" bereits einige Jahre zurück. Für Bürgermeister Leo Lauer ist die (derzeit noch) kleine Gemeinde in dem romantischen Wiesental "wegen der attraktiven Wohnlage" für eine bauliche Erweiterung bestens geeignet. Generell sieht der VG-Chef das Bestreben vieler Kommunen, Bauland zu erschließen, positiv. Die Erschließung und der gewinnbringende Verkauf von Bauland biete vor allem finanziell angeschlagenen Gemeinden eine gute Möglichkeit zur Haushaltssanierung, betonte Lauer. Extra Gemeinderat kurz gefasst: Weitere Investitionsmaßnahmen der Gemeinde Mannebach im Haushaltsjahr 2008: Ausbau der Hauptstraße zwischen Wiesenweg und Schulstraße (79 000 Euro, Anliegerbeiträge in Höhe von 50 000 Euro sind eingeplant), Bau eines Radwegs vom Wiesenweg in Richtung Rehlinger Hof (20 000 Euro), Bau eines Kinderspielplatzes im Baugebiet "Ober der Kirch" sowie Erneuerung der Spielgeräte auf dem Spielplatz am Wiesenweg (insgesamt 10 000 Euro). Außerdem beschloss der Gemeinderat eine Anhebung der Friedhofsgebühren. Danach sollen ein Reihengrab künftig 350 Euro (bisher 307), ein Familiengrab 700 Euro (bisher 614) und ein Urnengrab 200 Euro (bisher 150) kosten. Die Kosten für eine Kammer in der Urnenwand (750 Euro für die erste Urne, 150 für jede weitere) bleiben gleich. Die Bewirtschaftung des Gemeindewalds bringt der Gemeinde im Jahr 2008 einen Gewinn von 575 Euro. (hpü)