Die Heimatgeschichte der Region im Blick

Die Heimatgeschichte der Region im Blick

HERMESKEIL. Kurt Bach ist in der Region nicht nur als Leiter des Hermeskeiler Hochwaldmuseums bekannt, sondern auch als Autor von Chroniken und diversen Schriften.

Wenn es um regionale Geschichte oder Geschichten aus dem Hochwaldraum geht, taucht immer wieder der Name Kurt Bach auf. Der pensionierte Lehrer zeichnet für diverse Schriften und Chroniken verantwortlich sowie als Autor des "Schellemann". Auch die Texte im Hermeskeiler Hochwaldmuseum stammen aus der Feder des 69-jährigen Museumsleiters, den die Stadt für drei weitere Jahre zum Ehrenbeamten für "Heimat- und Brauchtumspflege" ernannt hat. Dabei kam er eher zufällig zu dieser Funktion. Als Vorsitzender des "Kulturgeschichtlichen Vereins Hochwald" sei er da "rein- geschlittert", so der Hermeskeiler. Angefangen habe alles damit, dass die Stadt mit Hilfe der Sammlung von Edmund Schömer ein Museum aufbauen wollte. Angespornt von einer Spende des Vereins "Luftschnapper" habe damals auch die Stadt ihr Scherflein dazu beigetragen. Stadtbürgermeister Alfons Schmitt habe, so Bach, sehr viel Sinn für Heimat und Traditionen gehabt. Mitte der 70er-Jahre zog das Museum unweit des heutigen Standortes in das Jugendheim ein. Das jetzige Museumsgebäude beherbergte zu dieser Zeit das Archiv des "Kulturgeschichtlichen Vereins", der den "Schellemann" herausgibt. Laut Bach hatte sich der Verein bei seiner Gründung im Jahr 1988 zum Ziel gesetzt, "die Heimatgeschichte der Region aufzuarbeiten und sie angemessen zu präsentieren". Von Anfang an war eine Zusammenarbeit gegeben, die bald enger wurde. Stadtbürgermeisterin Ilona König schlug dem Verein vor, die Konzeption des Museums an dessen heutigen Sitz zu begleiten. Mit dem Umzug 2003 tauschten Hochwaldmuseum und Kulturgeschichtlicher Verein zudem ihre Räume. Die Frage, wer sich um das Museum kümmern sollte, habe sich erst spät gestellt, erzählt Bach. Er persönlich habe nicht daran gedacht, dies zu übernehmen. Doch nach den vielen ehrenamtlichen Stunden zu sehen, dass sich keiner kümmert, gab schließlich den Ausschlag.Museumsleiter, Chronist und Autor von Kurzgeschichten

Neben seinem Engagement als Museumsleiter hat sich der Vater von fünf Söhnen und sechsfache Großvater als Autor einen Namen gemacht. Den Anfang machte die Malborner Chronik, bei der er neben Willi Schmitt den zweiten Teil übernommen hat. Dem Einstiegswerk über den Ort, an dem er 30 Jahre unterrichtete, folgte die Chronik von Geisfeld, seinem Heimatort. Später eine Sagensammlung "Im Land des Schinderhannes" sowie Bildbände über Hermeskeils Aufstieg zum zentralen Ort, die Verbandsgemeinde Thalfang oder den Erbeskopf. Aktuell arbeite der Verein an der Chronik von Rascheid. Außerdem finden sich in den Kreisjahrbüchern Texte von Bach zu heimatkundlichen Themen. Das sei das, was er gern mache, erzählt er von einer Sammlung von 50 bis 60 selbst verfassten Kurzgeschichten: "Die sind so für mich, und irgendwann gucke ich die an und amüsiere mich köstlich darüber." Deshalb wolle er den Museumsleiter auch nicht "bis in alle Ewigkeit" machen, "damit ich auch Zeit habe für solche Dinge".