Die Kirche soll im Dorf bleiben
Vom 25. bis 28. Mai soll im Beurener Ortsteil Prosterath für einen guten Zweck gefeiert werden. Die Finanzierungslücke der Sanierung der Kapelle Prosterath soll durch das Kapellenfest geschlossen werden.
Prosterath. (cju) Die Kapelle in Prosterath muss saniert werden. Das ist seit Jahren im Beurener Ortsteil allseits bekannt. Aufgrund der Finanzlage der Kirchengemeinde mussten die Renovierungsarbeiten aber immer wieder notgedrungen zurückgestellt werden. Doch jetzt die Pfarrgemeinde Beuren als Eigentümerin zum Handeln gezwungen. Denn die tragende Holzkonstruktion des Glockenturms ist durchgefault. Auch die Hölzer der Dachkonstruktion über dem Hauptportal sind morsch und müssen dringend saniert werden, da die Statik des Eingangsbereichs stark in Mitleidenschaft gezogen ist. Weiterhin müssen die Fassade an der Vorderfront und die obere Seite des Kirchenschiffs neu angestrichen. Jedoch ist aus Kostengründen nur dieser Teilanstrich möglich. Die etwa zweimonatigen Renovierungsarbeiten sollen nach derzeitiger Planung im August dieses Jahres beginnen.Die Kosten der Sanierung liegen bei rund 24000 Euro. Durch bewilligte Zuschüsse des Bistums, der Ortsgemeinde Beuren, der Jagdgenossenschaft Beuren und der Volksbank Hochwald besteht nur noch eine Finanzierungslücke von etwa 9.000 Euro. Eine Unsicherheit gibt es aber noch: Den Zuschuss der Ortsgemeinde in Höhe von 5000 Euro macht die Kommune vom angestrebten Verkauf der Felsenschänke in Prosterath abhängig. Die Finanzierungslücke könnte also gegebenenfalls doch größer werden. Doch wie auch immer: Die Prosterather wollen selbst die Initiative ergreifen, damit die Kapelle gerettet werden kann. Deshalb plant am Pfingstwochenende die Dorfgemeinschaft Prosterath um ihren ersten Vorsitzenden Hans Klein ein Kapellenfest zur Finanzierung der restlichen Sanierungskosten. Gefeiert wird vom 25. bis 28. Mai mit einem bunten Festprogramm. Neben Kaffee und Kuchen, Kinderschminken, einem Luftballonwettbewerb und einer Modenschau, wird auch abwechslungsreiche Musik für Jedermann geboten: So sorgt zum Beispiel am Freitagabend die Band "Why didn't they ask Evans" für irisches Flair.