Die Liebe ist ein seltsames Spiel
Helfant · Erstmals bietet die Theatertruppe um Regisseurin Christa Steinbach ihrem Publikum eine Boulevard-Komödie an. Im Stück "Die Liebe ist ein seltsames Spiel" von Erich A. Kleen geht es um Liebe, Eifersucht und allerlei Chaos in einem hochherrschaftlichen Hause. Vier Aufführungen sind im Haus Helifelt und eine im Cloef-Atrium in Orscholz geplant.
Helfant. Angela von Kessner liebt ihren Mann. Aber er auch sie? Um das herauszufinden, engagiert die Dame aus besseren Kreisen einen Gigolo, um Klaus\' Eifersucht auf die Probe zu stellen. Doch dann erfährt sie, dass auch der werte Gatte eine Geliebte haben soll...
Das ist die Ausgangssituation in einer hochherrschaftlichen Familie in der neuen Produktion der Helfanter Heimatbühne, "Die Liebe ist ein seltsames Spiel", von Erich A. Kleen. "Diesmal ist es keine Bauerntheater, sondern erstmals in den 26 Jahren unseres Bestehens eine Boulevardkomödie", erklärt Regisseurin Christa Steinbach, und verspricht: "Das ist ein Stück mit viel Tempo und Action." Das Thema könne durchaus in der Realität spielen und die Geschichte überall passieren.
Die Auswahl eines passenden Stückes ist in jedem Jahr schwierig. "Wir haben zwischen November und März bestimmt 50 Stücke gelesen", verrät Steinbach. Mal passte die Zahl der Schauspieler nicht, mal waren diese nicht in dem Alter, wie es das Stück verlangte. Außerdem sollte die Vorlage schon beim Lesen zünden. "Da muss sofort das Kopfkino losgehen", sagt die Regisseurin.
Zum zweiten Mal macht die neunjährige Helena Rausch mit: "Im letzten Jahr war ich noch sehr aufgeregt." Jetzt kenne sie das Gefühl ja schon, auf der Bühne zu stehen. Senior im Team und Helfanter Theater-Urgestein ist Peter Boesen. Er verrät: "Das macht eine Menge Spaß, nicht nur die Aufführung, sondern auch das Proben." Applaus zu bekommen sei einfach ein wunderschönes Gefühl, und außerdem halte das Lernen von Texten fit im Kopf.
Wiedereinsteiger ist Paul Beck. Er war seit 2002 nicht mehr dabei: "Aber jetzt ist der Theatervirus wieder ausgebrochen." Regisseurin Steinbach weiß aus eigener Erfahrung: "Das kann chronisch werden."
Die Besonderheit der Heimatbühne Helfant ist ihre grenzüberschreitende Sprachvielfalt. Zwar dominiert das Moselfränkische Helfanter Färbung, aber auch luxemburgische und saarländische Sprachakzente werden gesetzt, wenn es sich nicht gerade um die hohen Herrschaften handelt, die natürlich Hochdeutsch reden müssen, um sich vom normalen Volk zu unterscheiden.
Aufführungen gibt es am 8., 15., 22. und 29. November, jeweils um 20 Uhr im Haus Helifelt und am 6. Dezember um 20 Uhr im Orscholzer Cloef-Atrium.
Karten für die Helfanter Vorstellungen gibt es bei Maria Jakoby, Telefon 06583/766 und für die Vorstellung in Orscholz unter Telefon 06865/9115100. doth
Extra
Die Figuren und ihre Darsteller: Angela von Kessner: Christa Steinbach; Klaus von Kessner: Paul Beck; ihre Tochter Lissi: Nina Merheim; Maria Fehring-Wessinghage: Bärbel Thies; Irma Scholz: Maria Jakoby; Molly: Heike Lesch-Merheim; Franziska Kortes: Janina Hammes; Antoine Albert de Montpanasse: John Hammes; Annika von Kessner: Helena Rausch; Daniel Bendix: Peter Boesen; Generaldirektor August Tenmählen: Heng Siebenaler; Toni: Jürgen Spath. doth