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Die Lösung bringt der Kreisstraßenausbau

Die Lösung bringt der Kreisstraßenausbau

MANDERN. Die Hochwaldgemeinde hatte es in diesem Jahr richtig erwischt. Land unter war am 12. und 13. Juli dieses Jahres angesagt. Wasser mit Schlamm und Geröll hatte sich vom nördlichen Ackergebiet durch verschiedene Keller bis in die 300 Meter entfernte Ortsmitte vorgearbeitet.

Der Gemeinderat versuchte kürzlich, an Ort und Stelle Lösungsmethoden für die Zukunft zu finden. Doch das scheint keineswegs eine einfache und vorerst lösbare Aufgabe zu sein. Die unwetterartigen Regenfälle hatten im Juli zu punktuellen Überschwemmungen im Ortsbereich geführt. Über 100 Liter Wasser hatte es geregnet und in den Kellern und Wohnungen von zwei Häusern erheblichen Schaden angerichtet (der TV berichtete).Verbandsgemeindewerke nicht verantwortlich

Ortsbürgermeister Martin Alten informierte den Gemeinderat in diesem Zusammenhang über ein Schreiben der Verbandsgemeindeverwaltung. Demnach scheide eine Verantwortlichkeit der Verbandsgemeindewerke auf Grund der gesetzlichen Regelungen des Landeswassergesetzes aus. Die VG-Werke seien nur für die Beseitigung des Niederschlagswassers von bebauten oder befestigten Flächen verantwortlich, lautete die Information von Bürgermeister Werner Angsten. Hierzu zählten jedoch nicht die aus den unbefestigten Außenbereichsflächen auf unterliegende Grundstücke zufließenden Wassermassen. Mit den Anliegern wurde die Angelegenheit an Ort und Stelle erörtert. Es wurde dabei herausgestellt, dass die Anlieger im Rahmen der Eigenverantwortlichkeit geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen haben. Dies könne durch Errichtung von Schutzmauern und Erdwällen geschehen. Inwieweit dadurch jedoch ein Erfolg bei einem schweren Wassereinbruch eintreten werde, müsse abgewartet werden. Die Lage der Grundstücke oberhalb der gefährdeten Häuser ist abschüssig und leicht trichterförmig, wodurch das Wasser in eine bestimmte Richtung geleitet werde. Dagegen wird auch der nach dem Hochwasser gezogene Graben (siehe Foto) nichts ausrichten können. Dass die Anpflanzung von Mais auf diesen Feldern den Wasserfluss forciere, stellte Landwirt Ralf Backes entschieden in Abrede. "Ob dort Mais oder lediglich Gras wächst, ist einerlei für den Abfluss der Wassermengen. Das hat nichts mit der Bewirtschaftung zu tun. Die damals ausgesprochene Vermutung von Geschädigten ist nun mal eine Vermutung, die nichts beweist, mir aber ständige Vorwürfe einbrachte." "Eine Lösung wird es wohl erst in zwei oder drei Jahren geben", sagte Ortsbürgermeister Martin Alten. "Nämlich dann, wenn die Gemeinde im Rahmen des Kreisstraßenausbaus ein Entwässerungskonzept entwickelt, um die Maßnahmen der Anlieger zu unterstützen und so eine geordnete Ableitung des Regenwassers ermöglicht." Ein solches Konzept könne allerdings nur mit Blick auf die gesamte Ortsentwässerung entwickelt und nicht kurzfristig umgesetzt werden.