Die Ortsgemeinde Fisch bringt ihr fünftes Neubaugebiet auf den Weg.

Bauen und wohnen : Ausverkauft schon vor dem ersten Spatenstich

Ortsgemeinde Fisch bringt ihr fünftes Neubaugebiet auf den Weg. Die Nachfrage übersteigt das Angebot.

(doth) Es ist erst ein Entwurf für das neue Baugebiet In der Laach am Rande von Fisch, den Ortsbürgermeister Otmar Wacht und Ratsmitglied Christian Lutz da in der Hand halten. Der Ortschef will gerade die jungen Ratsmitglieder wie Lutz intensiv mit der Arbeit in der Gemeindevertretung einbinden. Der 24-Jährige will sich einbringen: „Ratsmitglied zu sein ist eine interessante Aufgabe, und dann kommt gleich ein solch großes Projekt wie ein neues Baugebiet.“

Der Fischer Rat und der Ortschef drücken aufs Tempo, denn die Regelung des Paragrafen 13b im Baugesetzbuch gelten nur noch bis Jahresende. Demnach kann eine Ortsgemeinde auch ein Baugebiet bis 10000 Quadratmeter bebaute Fläche im Außenbereich ausweisen. Der Rat hat jetzt die Aufstellung eines Bebauungsplans für diese fünfte Fischer Baulanderschließung seit den 70er Jahren auf den Weg gebracht.

Hier entstehen auf 6500 Quadratmetern rund zwölf Baustellen. Sie gehen an junge Familien, die alle im Ort wohnen. Wacht verrät: „Es genügt schon ein Gerücht, dass wir ein Baugebiet erschließen wollen, und schon steht bei mir das Telefon nicht mehr still.“ Kein Wunder, denn die Darlehenszinsen seien so günstig wie nie.

Nach zwei Jahren Konzeptentwicklung nähert man sich der Ziellinie. Die Planung liegt jetzt in den Händen des Landschaftsarchitekten Karl-Heinz Fischer. Bevor die Arbeiten jedoch Anfang nächsten Jahres ausgeschrieben werden können, muss das Entwässerungskonzept stehen, dass von den Ingenieuren des Trierer Büros Deges & Bah erstellt wird. Vorhandene Rückhaltebecken sollen dafür erweitert werden. „Unser Wunschziel ist es, dass die ersten Bauherren Ende 2020 loslegen können“, sagt Wacht. Sie können sich auch über schnelles Internet freuen, denn Haupttrassen von Glasfaserleitungen führen ganz nah an Fisch vorbei.

Was das alles kostet, darüber will sich der Ortschef noch nicht äußern, aber: „Wir streben aufwandsgerechte Verkaufspreise an.“

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