Die Rückkehr der Lanz-Bulldogs

GUSENBURG. (jp) Der Lanz Bulldog Club Gusenburg lädt am kommenden Wochenende zum achten Bulldog- und Schleppertreffen ein. Erwartet werden mehr als 300 Teilnehmer mit ihren Fahrzeugen und Maschinen.

Schon von weitem wird man es hören und auch riechen, wenn die alten Lanz-Bulldogs am Samstag und Sonntag auf dem Acker ihre Kreise ziehen. In vielen der guten Stücke steckt ein Restaurierungsaufwand von mehreren hundert Stunden. Wie robust die alten Maschinen noch sind, beweisen sie beim Pflügen und dem Ziehen von Baumstämmen. Neben den Lanz-Bulldogs werden viele Traktoren von in- und ausländischen Herstellern auf dem Ausstellungsgelände zu bewundern sein. "Viele Besucher reisen extra an, um die alten Geräte, mit denen sie im mühsamer Arbeit den Hof bewirtschafteten, noch einmal in Aktion zu sehen", sagt Karl Weber, Vorsitzender des Lanz-Clubs Gusenburg. Das Sammeln von alten Traktoren und landwirtschaftlichen Maschinen anno dazumal hat in Gusenburg ansteckende Wirkung. 32 Mitglieder zählt der 1987 gegründete Lanz-Club heute. "Lanz war vor dem Krieg bis Anfang der 60er Jahre der größte Traktorenhersteller", erläutert Weber. Die alten Maschinen wurden mit Diesel, Butter, Petroleum oder Rapsöl betrieben. 1987 kaufte Karl Weber den ersten alten Lanz-Bulldog, Baujahr 1955, und löste damit eine Kettenreaktion in dem Hochwalddorf aus. Fasziniert von dem Klang des großvolumigen Ein-Zylinder-Motors und begeistert von der alten Technik, fand er schnell Gleichgesinnte, die das Steckenpferd mit ihm teilten. Der Verein wurde gegründet, und seitdem opfern etliche Gusenburger Männer einen Großteil ihrer Freizeit, um alte Traktoren und Landwirtschafts-Maschinen zu beschaffen und zu restaurieren. Mit den Erlösen der überregional bekannten Bulldog-Treffen, die alle zwei Jahre stattfinden, bauten die Vereinsmitglieder in Eigeninitiative eine Halle. Am Samstagabend, wenn die Maschinen schweigen müssen, lädt die Band "Schereiton" mit Countrymusic zum Tanz ein. "Unsere Besucher möchten wir besonders darauf hinweisen, die ab dem Ortseingang ausgeschilderten Parkplätze zu benutzen", betont der Vorsitzende. "Die Polizeiinspektion Hermeskeil hat angekündigt, das verbotene Parken an der L 147 verstärkt zu ahnden."