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Die Saarburger Jugendherberge soll noch mehr Übernachtungen bringen

Die Saarburger Jugendherberge soll noch mehr Übernachtungen bringen

155 Betten waren ursprünglich geplant, jetzt sind es 176. Geht alles gut, eröffnet die Saarburger Unterkunft 2019. Die Verkehrssituation beschäftigt die Anwohner.

Die Saarburger Jugendherberge (JH) zu erweitern und zu modernisieren, ist ein riesiges Projekt. Das zeigt sich zum einen am Preis. 6,35 Millionen Euro will der JH-Landesverband Rheinland-Pfalz und Saarland laut dem Vorstandsvorsitzenden Jacob Geditz investieren. Zum andern wird dies auch daran deutlich, dass vorab einiges untersucht wird, beispielsweise die Fernwirkung.

Als Jacob Geditz beim Saarburger Infoabend Grafiken dazu präsentiert, geht ein Raunen durch das Publikum. Ansonsten würdigen die Besucher die Pläne allerdings mit großem Applaus. Doch das Haus wird nun mal größer, breiter als das jetzige: statt rund 100 Betten sollen laut Geditz künftig 176 zur Verfügung stehen. Im Januar war noch von 155 Betten die Rede gewesen. Geditz sagt dazu: "Wir befanden uns noch in der Planungsphase und da kommt es immer noch zu Anpassungen und Optimierungen. Der Baukörper ist nicht gewachsen, wohl hat es Veränderungen in der Raumstruktur des Hauses wie auch der Bettenzahl gegeben." Die Herausforderung sei, das Haus optimal zu strukturieren, um alle Abläufe aus Sicht des Gastes, der Betriebsführung und der Sicherstellung der Finanzierung und Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten. Geplant ist, das jetzige Eingangsgebäude der Jugendherberge abzureißen und die restlichen Gebäude in den Anbau zu integrieren. Weiterhin geht Geditz davon aus, dass das umgebaute Haus am 1. April 2019 öffnet.

30 000 Übernachtungen pro Jahr (vorher 28 000) erhofft sich der JH-Landesverband für die Zukunft. Saarburgs Bürgermeister Jürgen Dixius sagt, für die Stadt bedeute die Einrichtung einen erheblichen touristischen Mehrwert.
Die Anwohner beschäftigt offensichtlich die künftige Verkehrssituation um die Jugendherberge, die laut Geditz einen Parkplatz mit 20 Stellplätzen erhält. Am Infoabend der Stadt melden sich Anwohner zu Wort, die sich Sorgen machen, dass die Zufahrt zur Jugendherberge zu eng sei. Bottelter sei ein Sträßchen, einspurig und ohne Gehweg, hieß es. Dixius räumt ein, dass insbesondere die Kreuzung mit der Straße Auf dem Graben eng sei. Doch sagt er auch: "Anders ist es nicht zu machen." Er erinnert zudem daran, dass es früher auch einen Reitstall auf dem Bottelter Berg mit 54 Pferden gegeben habe. Zudem ergänzt er, dass ein Verkehrsgutachten für die vergrößerte JH gemacht worden sei. Das Gutachten wurde laut Susanne Rendenbach, Pressesprecherin der Verbandsgemeindeverwaltung im Rahmen des Bebauungsplans beauftragt. Der Plan ist noch nicht fertig.

Zu etwaigen Problemen mit Bussen auf der Zufahrt zur JH beruhigt Geditz: "Das war auch bei der alten Jugendherberge keine dramatische Situation, zumindest ist das nie als Problem bei mir angekommen." Er betont, dass viele Gruppen mit der Bahn kämen, und schätzt die Zahl der Busse auf drei bis vier pro Woche.

Ein weiterer Anwohner unterstreicht nochmals, wie gefährlich die Straße Bottelter ohne Gehweg sei und erinnert an ihre Erneuerung vor zwei Jahren. Die Bürger erwarteten, dass sie nach dem Umbau im gleichen Zustand sei. Doch auch dieser Anwohner betont, dass er die Wiedereröffnung der Jugendherberge begrüße. Dixius entgegnet, dass die meisten Häuser auf dem Bottelter Berg nach der Jugendherberge entstanden und über Jahrzehnte hinweg Besucher Richtung Stadt gepilgert seien. Anregungen nehme die Verwaltung gerne auf.