Die Schmitts und ihr "Garten der Sinne"

Kräuter, Blumen, Obst und Gemüse: Wo vor drei Jahren noch eine Driesche das Landschaftsbild störte, haben Margret und Rudolf Schmitt aus Wellen nun einen Garten mit zahlreichen unterschiedlichen Gewächsen angelegt.

Wellen. Es ist ihr privater Rückzugsort zum Entspannen und Wohlfühlen. Dort, hoch oben über der B 419, über der Mosel und der Bahnstrecke, haben sich Margret und Rudolf Schmitt aus Wellen ihr 43 Ar großes Gartenparadies geschaffen. Doch bis dahin war es ein weiter Weg. Noch vor drei Jahren standen sie vor einem mit Hecken und Geröll verwüsteten Wingert, den sie geerbt hatten. Was nun?, war die zentrale Frage. Sie schauten sich in der Nachbarschaft um und sahen die ehemaligen Weinberge von Walter Müller und Marco Misch: nicht mehr als Wingert genutzt, aber ordentlich gehalten. Das war die Idee und der Ansporn für die Schmitts, aus ihrem Hang ebenfalls etwas Ansehnliches zu machen. Seit zwei Jahren begleitet der TV das Privatprojekt und berichtete bereits über die unzähligen Arbeitsstunden und Schweißperlen, die es gekostet hat.

Inzwischen hat der Schmittsche "Garten der Sinne" Form angenommen. Blühende Rosen, duftender Rosmarin, knallrote Tomaten, sattgrüner Salat und eine Masse weiterer gut gedeihender Kräuter-, Obst-, Gemüse- und Blühpflanzen machen den ehemaligen Weinberg zu einem besonderen Areal. "Alles was zuhause zuviel ist, pflanze ich hier", erzählt Margret Schmitt.

Wasserquelle dient als Mini-Kühlschrank



Über kleine Trampelwege und die typischen Steintreppen in den Weinbergsmauern können die Terrassen erreicht werden. Auf der höchsten, direkt unter der Felswand haben es sich die Schmitts gemütlich gemacht. Eine kleine Gartengarnitur zum Hinsetzen, ein Loch zur Grundwasserquelle als Mini-Kühlschrank, ein großer Brunnen für die Wasserversorgung - et voilà, alles da zum Entspannen. Hier und da laden sie Freunde zum Grillen ein. Besondere Freude an dem Garten in Steillage hat auch ihr kleiner Enkelsohn. Wenn er aus Übersee zu Besuch ist, freut er sich vor allem, mit Oma in den Garten zu gehen und dort zu spielen.

Mithelfen kann er natürlich auch, denn noch ist viel zu tun. Es gibt noch ein Stück verwucherten Lands. Da wollen die Schmitts demnächst weiterarbeiten.