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Die Serriger Turnhalle wird derzeit für eine Million Euro saniert.

Infrastruktur : Serrig krempelt Halle für eine Million Euro um

Mehr Licht, Barrierefreiheit und Einsparungen bei den Heizkosten soll die Runderneuerung der Serriger Schulturnhalle bringen. Das Geld dafür muss die Gemeinde großteils selbst aufbringen.

Die Turnhalle an der Grundschule Serrig ist derzeit wieder eine Baustelle. Nach dem neuen Dach mit Solarpaneelen für rund 200 000 Euro geht es jetzt eine Etage tiefer weiter mit der Grundsanierung dieser Schulsportstätte, die auch kulturell für Konzerte und Kappensitzungen genutzt wird.

Etwas mehr als eine Million Euro wird dieser zweite Bauabschnitt für die 50 Jahre alte Halle kosten. Was bekommen die Nutzer dafür? „Die Halle wird barrierefrei umgestaltet und dann für alle vom Parkplatz aus ebenerdig erreichbar sein“, nennt Ortsbürgermeister Egbert Adam die wichtigste Funktion.

Dort fehlt derzeit noch der Anbau mit modernen Umkleiden und Sanitäranlagen, natürlich auch alles behindertengerecht. Da Serrig mit dem Hofgut auch gehandicapte Nutzer hat, ist nicht nur die normale barrierefreie Ausstattung sinnvoll, sondern auch der Einbau eines sogenannten rollsportgeeigneten Fußbodens und einer stabilen Prallwand rund um die neue Spielfläche, auf der Rollstuhlfahrer ihre Sportarten ausüben können. „Es ist ja in erster Linie eine Schulsporthalle, die aber auch kulturelle Zwecke erfüllen muss“, erklärt Adam.

Der barrierefreie Umbau ist das Einzige am Hallenumbau, was bezuschusst wird. 120 000 Euro Fördermittel gibt es dafür. Den Rest der Million Euro muss die Gemeinde mit Hilfe von Krediten zahlen.

Von der Schulhofseite wird künftig viel mehr Licht in die Halle fallen, da der schmale Spalt von Glasbausteinen durch große Fenster ersetzt wird. „Da können auch Zaungäste von draußen zuschauen“, schmunzelt der Ortschef. Was den Musikverein und die Karnevalisten freuen wird: Die Halle bekommt eine Bühne, die um ein Drittel größer ist als die vorherige. Die Akustik wird besser und es kann mehr Bühnenlicht installiert werden. Die Halle selbst wird mit stromsparendem LED-Licht ausgestattet.

Ein neues, mit Holzhackschnitzel betriebenes Heizwerk wird gebaut, das als zentraler Wärmelieferant die künftige Seniorenresidenz neben der Halle, die Halle selbst, die Schule und die Kita versorgen kann. Bis es so weit ist, kommt die Wärme noch von der Heizung der Grundschule. „Ein Anschluss von Privathaushalten entlang der Nahwärmetrasse ist denkbar“, sagt Egbert Adam.

Die neu gestaltete Turnhalle wird wieder im März 2019 nutzbar sein. Bis dahin fahren die erste und zweite Klasse der Grundschule in die Hofgut-Turnhalle, die dritte und vierte Klasse nutzt einmal die Woche die Irscher Mehrzweckhalle. „Dafür sind wir den Kollegen der Nachbargemeinde sehr dankbar“, betont Adam ausdrücklich. Außerdem kann für Sport, bei dem kein Ball gebraucht wird, der Vereinssaal im Grundschulgebäude genutzt werden. „Auch der Vereinssport ist zum Hofgut ausgewichen“, erklärt Adam.

Mit moderner Heiztechnik, Isolierglas und Fassadendämmung verspricht sich Serrig eine langfristige Energieeinsparung in deutlichem Umfang. Als nächster Bauabschnitt kommt die sogenannte Basilika an die Reihe. Der halbrunde Anbau auf der Sportplatzseite soll zur Begegnungsstätte für Bürger und Vereine werden.