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Die Skulpturen-Meile und was aus ihr geworden ist

Die Skulpturen-Meile und was aus ihr geworden ist

Der Fotograf und Journalist Martin-Peter Scherzinger hat die Entstehungsgeschichte der Skulpturenstraße "Steine an der Grenze" bei Merzig in Fotos festgehalten. Seine Bilder sind in der CEB Akademie Hilbringen noch bis zum 28. August zu sehen.

Merzig-Hilbringen. "Steine an der Grenze" war ein internationales Bildhauersymposium von 1986 bis 1992 . Auf dem Höhenzug zwischen dem französischen Ort Launstroff und den Merziger Stadtteilen Büdingen und Wellingen trafen sich sieben Sommer lang Bildhauer, um eine Idee des saarländischen Skulpturisten Paul Schneider zu verwirklichen. Schneider wollte die Erfahrungen einer alten und überlebten Grenze in Kunst umsetzen und an die Stelle der verwitterten Grenzsteine, die das Trennende zwischen Deutschland und Frankreich markierten, neue, symbolisch lebendige Steinskulpturen errichten. 26 Skulpturen wurden von 26 Künstlern geschaffen.
Der Fotograf und Journalist Martin-Peter Scherzinger hat die Entstehungsgeschichte der Skulpturenstraße mit der Kamera festgehalten. In seinen Bildern wird deutlich, wie diese Skulpturen mit der Grenzlandschaft eins geworden sind. Er stellt die Kunststeine in die farbige Landschaft, die sie zu ihrer Wirksamkeit einbeziehen und mit der sie gleichzeitig kontrastieren. Man sieht nur deren Weite und Unberührtheit. So war es zumindest bis zum Frühsommer 2015. Dann passierte etwas, womit niemand gerechnet hatte. Die Grenzsteine haben Gesellschaft bekommen: zahlreiche Windräder. Nun wirkt das einst so gefällige, harmonische Landschaftsbild "gedemütigt" oder "verschandelt", so viele Meinungen im Rahmen der Eröffnungs
eranstaltung der Ausstellung. Scherzingers Fotografien dokumentieren auch den aktuellen Einschnitt. Vier gewaltige Windräder beherrschen zurzeit die Fluren. Geplant sind jedoch weitere Giganten. red