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Die Stimme von Wishbone Ash im Ducsaal

Die Stimme von Wishbone Ash im Ducsaal

Der Bass-Mann darf mit seiner heutigen Formation nicht mehr unter Wishbone Ash auftreten. Diese Marke ging nach einem Rechtsstreit an Andy Powell, der 1969 nach einer Zeitungsannonce zur Band stieß. Dass die Stimme der Band, gepaart mit dem typischen doppelten Gitarrensound so klingt wie früher, hat Martin Turner im Ducsaal bewiesen.

Freudenburg. Sie klingen wie Wishbone Ash, dürfen sich aber nicht so nennen. Nach einem Rechtsstreit mit dem früheren Bandmitglied Andy Powell verlor der Mitbegründer und Bass-Mann Martin Turner den Markennamen. Seit zwei Jahren tourt er deshalb mit der Bezeichnung "Originalstimme von Wishbone Ash" durch die Welt und machte zum dritten Mal im Ducsaal Station.
Es steht in den Sternen


Neue Songs aus dem aktuellen Album Written in the Stars (Es steht in den Sternen) wie Interstellar Rockstar mit dem gesamten Universum als Bühne heizten die rund 100 Zuhörer an. "Diese alten Bands sagen den jungen Leuten nicht mehr so viel, und die älteren werden immer weniger", bedauert Clubinhaber Manfred Weber.
Doch gespannt waren die Zuhörer natürlich nach der Pause auf die alten Hits wie Throw down the Sword, Warrior, Wondering Why und The King Will Come mit dem Sound, der die Band in den 70er Jahren berühmt machte. Zwei Lead-Gitarren spielen synchron, was Misha Nikolic und Danny Willson ebenso perfekt beherrschen wie die Mitbewerber, die noch den Originalnamen tragen dürfen, aber nicht mehr die Originalstimme zur Verfügung haben.
Andreas Braun aus Kirf hat beide gehört und kann deshalb vergleichen: "Beide Bands sind gut. Powell spielt härter, Turner melodischer." Es sei gut, dass es beide gibt. Iris Müller war eigens aus Frankfurt angereist, denn: "Solche Bands halten die alten Rockwerte hoch."
Und die konnten sich vor allem mit langen Instrumentalpassagen hören und sehen lassen. "Egal wie viele Leute da sind, Hauptsache, sie gehen mit", sagt Martin Turner im Gespräch mit dem TV. Der mittlerweile 69-Jährige denkt nicht ans Aufhören. "Wenn du ein kreativer Mensch bist, muss diese Kreativität raus, sonst gehst du kaputt", erklärt der Bassist mit drastischen Worten. Immer sind es persönliche Erlebnisse, die verarbeitet werden.
Die aktuelle Tour dauert noch zwei Wochen. Dann geht's wieder ins Studio zur Produktion eines weiteren Albums, denn, so Turner: "Die Musik hält mich jung." Und mit dem neuen Album will er im nächsten Jahr wieder zurück nach Freudenburg in den Ducsaal kommen.