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Die Straßenmeisterei Hermeskeil hat in Grimburg einen liebevoll angelegten Blühstreifen gemäht.

Natur : Hier blühte es für Bienen

Es summt und brummt im liebvoll angelegte Blühstreifen in Grimburg. Doch dann kommt die Straßenmeisterei Hermeskeil mit einem Mähwerk.

„Ich habe den Traktor mit dem Mähwerk gesehen und versucht ihn zu stoppen – vergeblich.“ Georg Herrig vermutet: „Der hat das wohl für Unkraut gehalten.“

Ostermann und Herrig engagieren sich in der Regionalgruppe Blühende Landschaften, die mit Blumenwiesen dem Insektensterben Einhalt gebieten will, und im Arbeitskreis Ortsgestaltung Grimburg.

Vom Netzwerk gab es bereits im letzten Jahr Blumensamen, den die Gruppe ausgebracht hatte. „Ich habe zig Gießkannen Wasser vom Friedhof hierher geschleppt, damit die Samen aufgehen. Wegen der großen Hitze hat das nicht geklappt“, erinnert sich Herrig. In diesem jahr dagegen gedieh die Blütenpracht richtig gut, und das freute nicht nur Bienen und Schmetterlinge, sondern auch die Betrachter. Insekten haben es hier nicht weit: Für sie wurde ein Insektenhotel bereitgestellt. Es summte und brummte vernehmlich.

Doch dann kam der Mähtraktor. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Trier spricht von einem Versehen, weil der Grünstreifen entlang der Landesstraße im Eigentum der Gemeinde stehe. „Das kann bei einer Zuständigkeit für mehr als 700 Kilometer Straßenränder für jede Straßenmeisterei schon mal vorkommen“, bedauert Fachgruppenleiter Klaus Wagner. Man wolle den Schaden einvernehmlich mit dem Netzwerk beheben. Er fordert die Eigentümer auf, dafür zu sorgen, dass sich längere Pflanzen nicht auf den Gehweg ausbreiteten und eine Stolpergefahr darstellten.

Eine Erklärung, mit der sich Georg Herrig nicht zufrieden geben will: „Ein Mitarbeiter einer solchen Behörde sollte doch erkennen, dass es sich nicht um Unkraut, sondern um eine angelegte Fläche handelt.“ Zumal die Wiese entsprechend beschildert gewesen sei.