Die Vorgabe lautete: Humor

Stoff für stilles Vergnügen und Schmunzeln: Der Humor war Leitgedanke und -linie für den Literamus-Band 35, der jetzt von der Literarisch-Musischen Gesellschaft in der ehemaligen Synagoge Wawern vorgestellt wurde.

Wawern. (kdj) Wahrer Humor provoziert weder lautes Gelächter noch gar "Schenkelklopfen". Bei der Präsentation des 35. Literamus-Bandes waren also Zuhören, stilles Vergnügen und Schmunzeln angesagt.

Bei der Zusammenstellung der neuesten Ausgabe hatten die Herausgeber Hans Greis und Erwin Otto den Maßstab angelegt, der bereits für den Band 14 des halbjährig erscheinenden "Literamus" bestimmend gewesen war. Die Autorinnen und Autoren folgten dem vorgezeichneten Pfad.

Texte, die dem Leser Vergnügen bereiten



Der im Vorwort ausgedrückte Wunsch "Wir hoffen, dass die für dieses Heft ausgewählten Texte Vergnügen bereiten und gleichzeitig der ernste Unterton und Hintergrund nicht unentdeckt bleibt", wurde ohne jeden Abstrich erfüllt.

Die Gäste lauschten interessiert bis gespannt den, teils von den Autoren gelesenen, Gedicht- oder Prosatexten, der musikalischen Begleitung (Silke Spies und Albert Reinhard), Walter Liederschmitts Liedern und seiner Ausschnitt-Lesung aus dem "Römisch-keltischen Tagebuch". Christine Schweikert las eigene Gedichte, Christoph Höbel schwärmte von "Verzehrender Liebe", Erwin Otto las Michael Krauses "Endlich Samstag", Hans Greis las zwei Gedichte von Uwe Erwin Engelmann, Holger Dauer beschäftigte sich (vorgelesen von Hans Greis und Erwin Otto) mit dem Thema "Frühstück" als Farce.

Josef Peils Mundartbeitrag gab schließlich Nicht-Hiesigen manche Hör-Nuss zu knacken.

Eine der Realität nahe kommende Weisheit Engelmanns ist noch nachzutragen: "Es stimmt. Die Wahrheit liegt im Wein... Manchmal drei, vier, fünf Flaschen tief".

Für die nächste Ausgabe des Literamus suchen Hans Greis und Erwin Otto zu lesende oder auch zu spielende Kurz-Krimis.