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Die wilde Schönheit soll bewahrt werden

Die wilde Schönheit soll bewahrt werden

Die Aktion Blau der Landesregierung ist 2011 noch erweitert worden. Der Lauf des Serriger Baches durch ein idyllisches Tal soll durchgängig auf ein noch höheres ökologisches Niveau gebracht werden. Hier soll nach dem Willen der Ratsmitglieder nachhaltig investiert werden.

Serrig. Das Serriger Bachtal ist eine wilde Idylle. Ortsbürgermeister Egbert Adam findet: "In weiten Abschnitten ist das Tal in einem guten bis sehr guten ökologischen Zustand." Doch das Landesprogramm Aktion Blau plus soll es ermöglichen, diesen Zustand durchgängig herzustellen.
Deshalb will die Ortsgemeinde nach dem Willen des Rates einen Förderantrag stellen. Die menschlichen Eingriffe sind deutlich sichtbar. Ein Fachplaner soll die Grundlagen für einen Antrag liefern, der erst vor der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD)-Nord standhält und dann ans Umweltministerium weitergeleitet wird.
Bis September muss die Planung stehen, denn dann läuft die Antragsfrist aus. 70 bis 90 Prozent Zuschuss will sich die Ortsgemeinde Serrig sichern.
Darin enthalten sein sollen Vorschläge, was mit den vorhandenen Brückenbauwerken geschehen wird, wie die Fließgeschwindigkeit des Baches reduziert werden könnte, um Fischen größere Chancen zu geben, den ganzen Bach und seine Nebenarme zu nutzen, was mit den Weinbergsmauern passieren soll und wie sich die Auen und Ufer entwickeln könnten.
"Wir müssen pflanzen und roden in Einklang bringen", sagt Adam. Das Gebiet lasse durchaus Spielräume zu. Asphaltwege könnten beispielsweise durch wassergebundene Decken ersetzt werden. Das Leben kann in den Mauern durch Pflanzen und Eidechsen gezielt gefördert werden.
Auf jeden Fall soll der Antrag dazu noch 2016 die Landesregierung erreichen. Mit Bauaktivitäten rechnet Adam zwischen 2017 und 2020. Was das alles kostet, ist jetzt nur grob zu schätzen: "Ich gehe davon aus, dass das Gesamtprojekt siebenstellig wird." Ziele, wie sie im Serriger Bachtal verfolgt werden können, werden vom Land seit 20 Jahren angestrebt. Es sei, so Ortschef Adam, nachhaltig und langfristig richtig investiertes Geld. doth
Extra

Eine Elterninitiative will den Spielplatz des Kindergartens umgestalten. Die Ansprüche der Kleinen haben sich durch die Aufnahme von unter Dreijährigen geändert. Für sie müssen die Spielgeräte weniger hoch sein, aber dennoch spannend bleiben. Die Kosten von rund 10 000 Euro werden aus Spenden gedeckt. Die Ortsgemeinde hat die Verkehrssicherungspflicht auf dem Friedhof. Hier mussten etliche Bäume gefällt werden. Sie sollen durch Rotbuche und Ahorn ersetzt werden, Laubbäume, die durch die vier Jahreszeiten die Vergänglichkeit des Lebens symbolisieren. Der Rat genehmigte die Kosten von rund 1000 Euro. doth