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Diskussion über den Schwellenwert

Diskussion über den Schwellenwert

KONZ-KÖNEN. Geht es um eine weitere Verkehrsberuhigung in der Könener Brunnenstraße, klappt die Schere zwischen den unterschiedlichen Wünschen der Anwohner und den Möglichkeiten weit auseinander. Die Brunnenstraße, die bereits in der Sitzung am 25. Oktober ein Beratungs-Thema des Ortsbeirats war, bot auch am Mittwoch wieder eine Menge Diskussionsstoff.

In dieser Sitzung hatte die Verwaltung den Auftrag erhalten, nach einer praktikablen Lösung zur Verringerung der Verkehrsbelastung der Brunnenstraße zu suchen. Schon damals waren die Hoffnungen, welche die betroffenen Anwohner in ihre Vorschläge gesetzt hatten, gedämpft worden: Zeitlich wechselnde oder dauernde Einbahnstraßenregelungen sowie Ein- oder Durchfahrtverbote für Nichtanlieger seien teils verkehrsrechtlich nicht erlaubt, teils nicht "zielführend", weil sie den Verkehr tatsächlich nicht verringerten, sondern - beispielsweise in die Reiniger Straße - verlagerten. An diesem Punkt hakte Ortsvorsteher Peter Wincheringer ein: "Das wäre eine Lösung nach dem Sankt-Florians-Prinzip, der ich keineswegs zustimmen würde."Enttäuschendes Fazit für Beschwerdeführer

Edgar Strupp von der Verkehrsbehörde Konz bestätigte die geäußerten Bedenken. Die Belastung der Brunnenstraße sei mit rund 2000 Fahrzeugbewegungen pro Arbeitstag nicht größer als in der verkehrsberuhigten Konstantinstraße in der Konzer Innenstadt oder auf dem ebenfalls verkehrsberuhigten Berendsborn. Auch die von Beschwerdeführern bemängelten hohen Geschwindigkeiten - genannt wurden 70 bis 80 Kilometer pro Stunde - seien bei wegen der gewundenen Straßenführung unvollkommenen Messungen nicht festgestellt worden. Für die beschwerdeführenden Anwohner ein enttäuschendes Fazit. Wenn der Stadtrat der Empfehlung des Ortsbeirats folgt, könnte jedoch ein anderer Wunsch in Erfüllung gehen: Noch sollen zwei Fahrbahnschwellen allzu schnelle Fahrer ausbremsen und die Brunnenstraße für Auto- und Motorradfahrer unattraktiv machen. In der Sitzung wurden jetzt Stimmen laut, welche die Entfernung dieser Schwellen forderten, weil sie eher Lärm produzierten als ihren eigentlichen Zweck zu erfüllen. Der Ortsbeirat billigte diese Forderung mit sechs Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen. Eine weiter gehende Anregung, weitere Engstellen zu beseitigen, führte bei der Abstimmung zu vier Ja-Stimmen, einer Enthaltung und vier Nein-Stimmen. Ein Grundsatzbeschluss kam somit nicht zustande. Vorausschauend legte der Ortsbeirat in einem Grundsatzbeschluss die noch nicht bezifferten einmaligen Anliegerbeiträge für den Ausbau von Hohlweg, Schiffelsweg, Wolfsfeld und Waldstraße - je nach Straßenbedeutung und -belastung - auf 50 und 60 Prozent der tatsächlich entstehenden Kosten fest. Unwillen erregte die Klausel, dass 95 Prozent der zu zahlenden Beträge drei Monate nach Erteilung der Gebührenbescheide fällig würden. Hier signalisierte Wincheringer, dass mit Stundung (gegen Zinszahlungen) gerechnet werden könne.Erfreulich: Preise für Nutzholz steigen

Erfreuliches gab es im Forstwirtschaftsplan für das Jahr 2007. Die "fast stündlich" steigenden Preise für Nutzholz werden (neben anderen kleinen Posten) für 161 435 Euro Gesamteinnahmen sorgen, denen Gesamtausgaben von 144 431 Euro gegenüber stehen. Brennholz wird sich (Auswirkung der ab 1. Januar 2007 höheren Mehrwertsteuer) um einen Euro verteuern und durchschnittlich 28 Euro kosten. So genanntes Kurzholz wird künftig mit 47 Euro je Raummeter berechnet, gespaltenes Kurzholz soll 60 Euro kosten. Der Ortsbeirat billigte den Forstwirtschaftsplan ohne Gegenstimme.