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Diskussion über Gefährdung durch Infraschall

Diskussion über Gefährdung durch Infraschall

Bernhard Schmitt, stellvertretender Vorsitzender der Bürgerinitiative Pro Natura, verweist in der Diskussion um den Windkraftstandort Judenkopf bei Greimerath (TV-Bericht vom 21. August) auf eine Entscheidung des Bundesärztetags. Der Hildesheimer Mediziner Dr.

Bernd Lücke hatte beantragt, dass die Auswirkungen von Infraschall durch Windkraftanlagen besser untersucht werden sollen. Er mahnte, dass bislang medizinisch nicht geklärt sei, ob Schall unterhalb der menschlichen Hörschwelle gesundheitlich unbedenklich sei. Der Vorstand der Bundesärztekammer wurde deshalb von seinen Mitgliedern aufgefordert, über Dückes Antrag weiter zu beraten.
Das Bayerische Landesamt für Umweltschutz kommt in einem Leitfaden zu folgendem Fazit: "Da die von Windenergieanlagen erzeugten Infraschallpegel in der Umgebung deutlich unterhalb der Hör- und Wahrnehmungsgrenzen liegen, können nach heutigem Stand der Wissenschaft Windenergieanlagen beim Menschen keine schädlichen Infraschallwirkungen hervorrufen."
Erich Hau, Ingenieur und Fachbuchautor, kommt zu folgendem Ergebnis: Die Schwingungen, die moderne Windanlagen mit sogenannter Pitch-Regelung - einem Modul, das die Stellung der Rotorblätter steuert - auslösen, sind schon in geringer Entfernung nicht mehr wahrnehmbar. itz/red