Diskussion um Windkraftflächen läuft
Konz · 3,3 Prozent der Fläche der Verbandsgemeinde Konz sind nach den bisherigen Entscheidungen des Verbandsgemeinderats potenziell für Windkraft geeignet. Doch das entsprechende Planungsverfahren steht erst ganz am Anfang, es kann noch weniger werden.
Konz. Eine größere Fläche bei Pellingen und ein paar kleinere Flecken bei Niedermennig, Oberbillig, Nittel, Onsdof und Wiltingen - lediglich diese Stellen eignen sich nach Auffassung des Verbandsgemeinderats Konz potenziell zur Aufstellung weiterer Windräder in der VG. Die Flächen umfassen zusammen 3,3 Prozent der VG - das sind 3,9 Quadratkilometer.
Raum für eigene Interessen
So lautet der vorläufige Stand der Planung, für die in langwierigen Sitzungen eine Vielzahl von Ausschlusskriterien wie eine Mindest-Windhöffigkeit, Wasser- und Naturschutzgebiete sowie Mindestabstände zur Bebauung (800 Meter zu Siedlungen) berücksichtigt wurden. Das Ziel dieser Planung hat Bürgermeister Karl-Heinz Frieden so formuliert: "Wir wollen genügend Raum für die energetische Wende einräumen, aber auch für unsere anderen Interessen."
Doch die Planung steht erst am Anfang. Auf Planungs-Chinesich heißt das: Der Rat hat den ersten Beschluss zur Fortschreibung des Flächennutzungsplans in Sachen regenerativer Energien gefasst. Mit dem Flächennutzungsplan wird die städtebauliche Entwicklung der Gemeinde gesteuert.
Weiter geht es nun mit der Offenlage: Der Beschluss des Rats wird samt illustrierender Landkarte in einigen Wochen öffentlich ausgelegt. Bürger und Träger öffentlicher Belange können dann Stellung beziehen. Die Einwände werden vom Rat abgewogen und das Ergebnis noch einmal zur Stellungnahme präsentiert.
Fazit: Es kann sich also noch einiges ändern. Eine Fläche von 0,2 Quadratkilometern bei Pellingen wird aber auf jeden Fall Vorrangfläche für Windkraft bleiben. Sie wurde bereits im übergeordneten Raumordnungsplan als solche definiert.
Bislang stehen auf dem Grund der Verbandsgemeinde Konz 6 Windräder und zwar im Bereich Dreikopf.
Zwei Anlagen stehen auf Pellinger Gemarkung, vier auf Oberemmler Gebiet. mai