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Dorferneuerung: Serrig und Hentern neue Schwerpunktgemeinden

Bauherren-Zuschüsse : Dorferneuerung: Serrig und Hentern neue Schwerpunktgemeinden

28 Orte in Rheinland-Pfalz sind in das Dorferneuerungs-Programm 2020 des Landes Rheinland-Pfalz aufgenommen worden.  Für kommnale Sanierungsprojekte in den Ortskernen gibt es einen neuen Förderhöchstsatz von bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten.

Ab dem Programmjahr 2020 werden insgesamt 152 Dörfer von einer Schwerpunktanerkennung im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms profitieren. Die Gemeinden Serrig und Hentern zählen dazu. Mit der Anerkennung von Schwerpunktgemeinden geht die Dorferneuerung des Landes Rheinland-Pfalz gegenüber den Gemeinden die Verpflichtung ein, künftig ausreichende Fördermittel für die Bewilligung öffentlicher und privater Maßnahmen zur Verfügung zu stellen.

 „Rund 25 Millionen Euro stehen in diesem Jahr zur Förderung von Dorferneuerungsmaßnahmen zur Verfügung. Mit dieser Summe können wichtige Projekte realisiert werden, die die Infrastruktur in unseren Dörfern weiter verbessern“, betonte Innenminister Roger Lewentz, der die Anerkennung trotz der aktuellen Gegebenheiten während der Corona-Krise nicht aussetzte.

 Die Anerkennung als Schwerpunktgemeinde erfolgt für die Dauer von acht Jahren und ermöglicht es den Gemeinden, auf Unterstützungsleistungen zurückzugreifen: Privaten und öffentlichen Bauherrn steht eine qualifizierte Bauberatung zur Verfügung.

 „Wir wissen, wie bedeutend die einzelnen Bausteine von der Dorfmoderation über die kostenfreie Bauberatung bis hin zur Erarbeitung eines Entwicklungskonzeptes für eine erfolgreiche Dorferneuerung sind. Darum haben wir hierfür die Fördermöglichkeiten 2019 nochmals deutlich gestärkt“, informierte Lewentz. Die Dorferneuerung habe sich zu einer der größten Bürgerinitiativen des Landes entwickelt, lobte der Minister.

 Mit der Anerkennung als Schwerpunktgemeinde verpflichtet sich eine Gemeinde selbst, sich der Dorferneuerung im besonderen Maße anzunehmen. „Die Erfahrung hat gezeigt: Nur wer Bereitschaft zeigt, für die eigene Ortsgemeinde Verantwortung zu übernehmen und wer mitbestimmen und mitgestalten darf, der identifiziert sich auch mit der geleisteten Arbeit. Das wiederum wirkt sich positiv auf das Dorf als attraktiven und zukunftsgerichteten Wohnstandort aus“, sagte der Minister. Schwerpunkte der Dorferneuerung sind gezielte Maßnahmen, die die Ortskerne stärken und wiederbeleben. Dazu zählen insbesondere Vorhaben, die die Grundversorgung und die soziale Daseinsvorsorge im Dorf sichern.

 Im Förderjahr 2020 sind in einem neuen Sonderkontingent insgesamt eine Million Euro für klimafreundliche Maßnahmen eingestellt. Mit diesen Fördermitteln sollen gezielt Projekte realisiert werden, die beispielsweise die ökologische Vielfalt im Dorf erhalten oder Grün- und Freiflächen gestalten. „Gerade in Zeiten klimatischer Veränderungen unterstützen wir damit die Gemeinden dabei, Dorfökologie und Klimaschutz zu thematisieren und in Zukunft als selbstverständlichen Baustein in allen Prozessen mitzudenken“, erläuterte Lewentz die neue Förderung.

Fördersatz Die Fördermaßnahmen sollen sich nach Möglichkeit auf den Ortskern beschränken. Alle Dorferneuerungsgemeinden, auch jene außerhalb der Schwerpunktanerkennung, können ab sofort, auch außerhalb der bestehenden Vorlagenfrist für kommunale Vorhaben, Förderanträge einreichen, um 2020 klimafreundliche Maßnahmen zu realisieren. Die Bewilligung kann ausnahmsweise mit einer maximalen Zuwendung von bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten erfolgen.

Im Programmjahr 2019 wurden nach Angaben der Landesregierung in der Dorferneuerung 65 Dorfmoderationen mit einer Gesamtzuwendung in Höhe von rund 783 000 Euro gefördert. Insgesamt rund 250 öffentliche und etwa mehr als 1000 private Maßnahmen wurden durch die Dorferneuerung unterstützt. Mit Zuwendungen in Höhe von 26 Millionen Euro seien Investitionen in Höhe von 138 Millionen Euro ausgelöst worden.