Jugendtheater: Dornröschen erwacht in Fisch

Jugendtheater : Dornröschen erwacht in Fisch

Drei Mal fällt Dornröschen in tiefen Schlaf. Für die Premiere des Klassikers proben die Darsteller des Jugendtheaters Fisch eifrig. Spielleiterin Renate Knödgen verfolgt aber noch ganz andere Ziele.

Mit dem Märchen Dornröschen nach den Gebrüdern Grimm bringt das Jugendtheater Fisch bereits die dritte Inszenierung auf die Bühne des Jakobushauses. Zwölf junge Darsteller im Alter von 13 bis 17 Jahren haben die Spielleiterinnen Renate Knödgen und Daniela Kisch um sich versammelt.

„Märchen werden viel zu selten aufgeführt“, findet Knödgen. Das zu ändern ist das Ziel des noch jungen Vereins, der erst vor einem Jahr gegründet wurde. Zuvor spielte man unter dem Dach des Fördervereins der Kita.

Jakob Valentin hat bereits Theatererfahrung. Der 14-Jährige steht als Küchenjunge Fritzchen auf der Bühne, denn: „In dieser Rolle kann ich so richtig Quatsch machen. Das macht mir riesig Spaß.“

Majestätisch muss sich hingegen Jule Schneider über die Bühne bewegen, denn die 17-Jährige spielt die Königin. „Das ist eine tragende und seriöse Rolle. Theater spielen ist immer etwas Schönes, weil man jemand anderes sein kann“, sagt sie und beschreibt das Gefühl, wenn sich der Vorhang öffnet: „Hoffentlich weiß ich meinen Text noch. Gleich schauen alle auf mich.“ Das Publikum ist im Kindergartenalter, ab drei Jahre aufwärts, da wisse man nie, wie die Kleinen reagieren.

Nach Frau Holle und den Bremer Stadtmusikanten entwickelt sich der junge Verein stetig weiter. Die Kostüme, das Bühnenbild und die Technik werden immer aufwendiger. „Wir peppen das alte Märchen modern auf“, verrät Daniela Kisch, ohne zu viel preisgeben zu wollen. Die Überraschungen in diesem Stück sollen auch welche bleiben.

Die Kostüme schneidert Renate Knödgen nicht nur, es sind auch ihre Entwürfe. Mit diesem jungen Theater will sie das kulturelle Miteinander der Jugend in der gesamten Region stärken und jungen Menschen eine Plattform bieten, um sich „abseits von Facebook & Co.“ auszuprobieren, Teamgeist zu entwickeln und durch Erfolgserlebnisse positiv zu erfahren. Aber auch die jüngste Truppe wird mal älter und deshalb wird sich intensiv um den Nachwuchs gekümmert. Probleme, ganz junge Schauspieler zu finden, hat Renate Knödgen nicht: „Die melden sich bei uns.“ Derzeit arbeiten sich sieben Zehnjährige mit kleinen Sketchen an die künftigen großen Aufgaben auf der Bühne im Jakobushaus heran.

Zwei Vorstellungen am Samstag, 16. November, um 14 und 17 Uhr, sind bereits ausverkauft. Am Sonntag, 17. November, ist um 14 Uhr eine Sondervorstellung. Karten unter Telefon 06581/996464, im Friseursalon Die Schönmacherinnen oder per E-Mail unter JugendtheaterFisch@web.de

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