Drei Baustellen - ein Ziel

An drei Stellen in Saarburg werden Millionenbeträge für Kinder und Jugendliche verbaut und verplant: am Bahnhof, in der Kita St. Laurentius und im Blümchesfeld. Letzteres ist schon eine Baustelle, obwohl das Projekt erst im Entstehen ist.

Foto: (h_sab )
Foto: (h_sab )

Saarburg Am Saarburger Bahnhof hängt immer noch das Schild mit der Aufschrift "Gaststätte Am Bahnhof 9 8/4". Doch dort treffen sich längst keine Reisenden mehr, sondern Jugendliche.

Der Bahnhof Seit Dezember ist das erweiterte Jugendzentrum (Juz) im spätklassizistischen Sandsteinbau in Betrieb. "Sehr gut!", findet das Beatrix Leuk-Rauen, pädagogische Mitarbeiterin des Juz. "Endlich können wir zielgruppenspezifische Angebote machen." So sei es möglich, neben dem offenen Treff Angebote wie beispielsweise einen Kochworkshop anzubieten. Es gebe auch einen ruhigen Raum, in den sich Jugendliche zum Spielen, Reden oder Hausaufgabenmachen zurückziehen könnten.
Insgesamt gibt es vier Räume für die jungen Leute, zwei Büros und zwei Küchen. Vor der Erweiterung waren es gerade mal ein Büro und ein Raum. Die Nachfrage der Jugendlichen hat sich verdoppelt. Auf 30 Besucher pro Tag schätzt Beatrix Leuk-Rauen die Zahl vor dem Umbau, nun seien es an die 60. Der Umbau im Erdgeschoss ist laut Leuk-Rauen abgeschlossen. Für die Ausstattung fehlten noch ein paar Dinge wie Werkbänke zum Töpfern und für Holzarbeiten sowie Instrumente für einen Bandworkshop. Träger des Juz ist das Bistum Trier. Die Einrichtung wird von der Stadt und der Verbandsgemeinde Saarburg unterstützt.
Im Saarburger Bahnhof gibt es noch andere Mieter. Im ersten Obergeschoss soll im April die Sozialraumorientierte Jugendhilfe einziehen. Dort wird es Angebote vom Sozialwerk-Saar-Mosel, der Pallottiner Kinder- und Jugendhilfe und der Kreisjugendpflege geben. Die Einweihung des Bahnhofs war für den 5. Mai geplant. Sie ist laut Pressestelle der Verbandsgemeinde-Verwaltung verlegt worden, da Um- und Ausbau noch nicht abgeschlossen sind. Die Kosten für das Gebäude und den Umbau belaufen sich auf eine Million Euro. Das Land zahlt 75 Prozent.
Kita St. Laurentius Die Arbeiten am Kindergarten St. Laurentius im ehemaligen Offizierscasino in der Schadallerstraße sind voll in Gang. Die Kita wird renoviert und umgebaut. Zwei zusätzliche Gruppenräume werden eingerichtet. Zudem wird der Außenbereich hergerichtet und Spielgeräte aufgestellt. Bäume wurden bereits gefällt. Im ersten Bauabschnitt wird der ehemalige Ballsaal umgebaut. Dieser wird laut Verwaltung in naher Zukunft fertiggestellt. Die neu gewonnenen Gruppenräume könnten dann genutzt werden und die erste Gruppe umziehen. 646 000 Euro sind für die Arbeiten eingeplant. Auch in diesem Fall dauern die Arbeiten wohl länger als vorgesehen. Laut Verwaltung wird sich die für August 2017 geplante Fertigstellung aufgrund baulicher Verzögerungen voraussichtlich verschieben.

Blümchesfeld Kita Sechs Kindergartengruppen sollen einmal in das Fortbildungszentrum Blümchesfeld einziehen. Doch bis dahin muss noch einiges passieren. Jetzt steht erst einmal die Kostenberechnung für den Umbau samt Herrichtung der Außenanlagen und Innenausstattung fest. Laut Verwaltung betragen diese rund eine Millionen Euro inklusive Außengelände und Innenausstattung. 600 000 Euro waren ursprünglich angesetzt worden.
Unklar ist noch, wer Träger der Kita werden soll. Die Zuschussanträge können laut Verwaltung erst gestellt werden, wenn diese Frage geklärt ist. Ziel ist ein Ausschreibungsbeginn im Frühjahr 2017, heißt es.

Blümchesfeld Straße Die Straße Blümchesfeld, die im Hinblick auf die neue Kita ausgebaut wird, ist im unteren Teil bereits eine riesige Baustelle. Die 270 Meter lange Trasse zwischen Fortbildungszentrum und Einmündung in die Graf-Siegfried-Straße ist komplett aufgerissen. Die Fahrbahn wird erneuert (Kosten 630 000 Euro) sowie die Kanal- und Wasserleitungen, die Hausanschlüsse im öffentlichen Bereich (zusammen 313 000 Euro) und die Strom- und Telekommunikationsleitungen - wo nötig. Die Straßenbeleuchtung wird neu installiert. Zudem werden Leerrohre für schnelles Internet gelegt.
Bei guter Witterung soll bis August aus der Baustelle wieder eine Straße werden. Laut einem Polier liegen die Arbeiten bislang im Zeitplan.