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Drei Bewerber rangeln um den Posten

Drei Bewerber rangeln um den Posten

Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen, und der Wahlausschuss hat die Zulässigkeit der eingereichten Vorschläge bereits formal bestätigt. Seit Montag, 18 Uhr, steht fest: Die Bürgermeister-Urwahl in der Verbandsgemeinde Hermeskeil wird am 27. September zum Dreikampf. Michael Hülpes (CDU) strebt eine zweite Amtszeit an. Ralf Gluding (SPD) und Udo Moser ("Bürger für Bürger", BFB) fordern ihn heraus.

Hermeskeil. Wer wird die Verbandsgemeinde (VG) in den nächsten acht Jahren als Bürgermeister regieren? Am 27. September sind circa 12 000 Wahlberechtigte in der Stadt Hermeskeil und den zwölf Ortsgemeinden von Bescheid bis Züsch dazu aufgerufen, diese Frage mit ihrer Stimme zu beantworten. Nachdem erst in der vorigen Woche das Kandidaten-Karussell so richtig Fahrt aufgenommen hat (der TV berichtete), ist am Montagabend die Bewerbungsfrist für den Posten als Rathaus-Chef abgelaufen.

Damit ist es jetzt amtlich, dass sich in 43 Tagen - parallel zur Bundestagswahl - drei Männer der Urwahl durch die Bürger stellen wollen.

Bei Michael Hülpes war das schon lange klar. Der Amtsinhaber von der CDU hatte bereits im Herbst 2008 angekündigt, dass er als Bürgermeister weitermachen will. Die Mitgliederversammlung seiner Partei hat ihn daraufhin im März 2009 als CDU-Bewerber nominiert. Der frühere Berufsschullehrer Hülpes ist 56 Jahre alt und stammt aus Wiersdorf in der Eifel. In Hermeskeil lebt der 1975 in die CDU eingetretene Politiker seit 1982. Fast auf den Tag vor zehn Jahren wurde Hülpes erster Beigeordneter der VG. Im Frühjahr 2001 übernahm er zunächst die Vertretung des erkrankten Rathaus-Chefs Winfried Sander. Im Frühjahr 2002 setzte er sich dann im Duell mit dem damaligen SPD-Kandidaten Uwe Roßmann mit 73,7 Prozent der abgegebenen Stimmen klar durch. Hülpes ist verheiratet. Er hat zwei erwachsene Kinder.

Für die SPD tritt Ralf Gluding an. Der 47-jährige Diplom-Kaufmann, der als selbstständiger Verkaufsleiter der "Wüstenrot"-Bausparkasse in St. Wendel arbeitet, lebt seit 2001 in Hermeskeil-Höfchen. Der Vater von drei Töchtern im Alter von 20, 17 und 13 Jahren kommt ursprünglich aus dem saarländischen Rohrbach bei St. Ingbert. Er ist seit 1984 SPD-Mitglied und schloss sich nach seinem Umzug in den Hochwald direkt dem SPD-Ortsverband an. Seit 2005 ist er Vorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft auf VG-Ebene. Gluding war im Juni 2009 einer der vier Kandidaten bei der Stadtbürgermeisterwahl in Hermeskeil, landete dort aber mit 23,9 Prozent der Stimmen "nur" auf Rang drei und verpasste somit die Stichwahl.

Deren Sieger hieß Udo Moser (57). Der neu gewählte Stadtbürgermeister strebt die Personal-Union an und will in sechs Wochen auch VG-Chef werden. Der selbstständige Immobilienmakler war früher SPD-Mann und trat für die "Genossen" 1999 erstmals als Widersacher der damaligen CDU-Stadtbürgermeisterin Ilona König an. Nach dem Bruch mit der SPD-Stadtratsfraktion im Herbst 2000 war er im Frühjahr 2004 Mitbegründer der parteiunabhängigen Vereinigung "Bürger für Bürger". Für diese gelang ihm nach einem zweiten vergeblichen Anlauf im Juni 2004 vor zwei Monaten der Erfolg bei der Stadtbürgermeisterwahl. Der dritte Bewerber um das Amt des VG-Bürgermeisters wurde in Birkenfeld geboren. Moser wuchs in Nonnweiler auf und arbeitete anschließend 16 Jahre lang im Rhein-Main-Gebiet, bevor er 1989 der Familie wegen in den heimatlichen Hochwald zurückkehrte und sich in Hermeskeil niederließ. Moser ist verheiratet. Er hat eine 25-jährige Tochter und einen 17-jährigen Sohn.