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Drei Gebäude sollen besser und schöner werden

Drei Gebäude sollen besser und schöner werden

Unterhaltungsmaßnahmen an der Einsegnungshalle am Friedhof, dem Dorfgemeinschaftshaus Söst, der Ausbau eines Raumes im Kulturhaus, sowie Investitionen in Straßen und Plätze stehen im Haushalt für Wincheringen. Dies summiert sich auf fast eine Million Euro. Doch Wincheringen bringt Eigenleistungen auf. Das letzte Wort hat die Kommunalaufsicht.

Wincheringen. Drei Gebäude liegen dem Wincheringer Ortsbürgermeister Elmar Schömann besonders am Herzen: "In die Nebengebäude der Einsegnungshalle am Friedhof dringt Wasser ein, ins Kulturhaus wollen wir einen Raum bauen, der als Bürgersaal dienen kann und das Dorfgemeinschaftshaus Söst ist sanierungsbedürftig." Dafür stehen 28 000 und zwei Mal 20 000 Euro im Haushalt, der jetzt vom Ortsgemeinderat beschlossen wurde. Der Ortschef will für seinen 2047-Einwohner-Ort, der kein Bürgerhaus hat, einen Raum, der vielfältig genutzt werden kann. "VHS-Kurse oder private Feiern sollen möglich werden", erklärt Schömann den Aufwand, der mit Küche, neuem Bodenbelag und guter technischer Ausstattung, wie etwa ein Beamer, betrieben werden soll.
Diese Beträge gelten jedoch als Unterhaltungsmaßnahmen. Noch in diesem Jahr sollen 686 500 Euro und im nächsten Jahr 259 000 Euro investiert werden. Dickster Brocken ist dabei der Ausbau der Straße Im Manderfeld mit 616 000 Euro, eine Investition, der auch 383 000 Euro als Anliegerbeiträge im Zahlenwerk des Haushaltes gegenüberstehen. Verbandsgemeindebürgermeister Jürgen Dixius dämpft die Hoffnungen auf Zuschüsse: "Die Töpfe des Landes sind fast leer." Dennoch soll der Straßenausbau im Haushalt bleiben. Der Rathauschef ist gespannt: "Mal sehen, was die Kommunalaufsicht dazu sagt." Ähnliches gilt für den Ausbau der Ortsdurchfahrt Bilzingen für 209 000 Euro mit Neugestaltung des dortigen Dorfplatzes, wofür 50 000 Euro eingeplant sind.
Die Bevölkerung wächst


"Wir müssen noch Eigenleistungen von diesen Beträgen abziehen", relativiert Ortschef Schömann. Dixius ist von der guten Entwicklung Wincheringens überzeugt: "Es ist viel in die Infrastruktur investiert worden." Die beiden Kindergärten lasse sich die Ortsgemeinde in diesem Jahr 200 000 und im nächsten Jahr 238 000 Euro kosten. So erklärte sich auch das Defizit von 98 000 Euro in diesem und 350 000 Euro im nächsten Jahr. Allerdings nur, wenn die Straßenausbauten vollzogen werden. Allein im vergangenen Jahr sei die Bevölkerung um vier Prozent auf 2047 Bürger gestiegen, beschreibt Dixius die Attraktivität des Moselortes.
Saarburg will weiter in den Ausbau des schnellen Internets investieren. " Für Glasfaserkabel werden wir 27 Kilometer Leerrohre verlegen", sagt Rathauschef Dixius, der dafür mit besseren Förderungen von Seiten des Landes rechnet. Beim Zustrom von Flüchtlingen und Asylsuchenden fordert Dixius die Solidarität aller Ortsgemeinden ein: "Derzeit sind es 110 Personen. Wir erwarten weitere 150 Menschen in diesem Jahr."
Eine weitere Aufgabe sieht der Verwaltungschef in der Verhandlung über eine Zusammenarbeit der beiden Grundzentren Nittel und Wincheringen, die durch Synergieeffekte helfen soll, Geld zu sparen. doth
Extra

Auf dem Europaplatz will Wincheringen wieder Flagge zeigen. An den Masten sollen neben der Europafahne auch die deutsche Flagge mit Rheinland-Pfalz-Wappen und die Wincheringer Fahne wehen. "Die alten Fahnen sind einfach nicht mehr schön", findet Ortsbürgermeister Elmar Schömann. Rund 1000 Euro sollen für die Fahnen ausgegeben werden. doth