Drei Investitionen in die Zukunft

Es war eine schwere Geburt, die Streckenführung der "Traumschleife" in Schillingen festzulegen. In seiner Sitzung diskutierte der Ortsgemeinderat nach einem Jahr Planung immer noch heftig über den Weg, der "Hochwaldblick" heißen könnte, wenn die CDU-Fraktion nicht noch über den Namen nachdenken müsste.

 Revierförster Michael Marx (links) und Ortsbürgermeister Ludwig Bohr entwickelten die Streckenführung der „Traumschleife“, die ein ganzes Jahr lang diskutiert wurde. TV-Foto: Herbert Thormeyer

Revierförster Michael Marx (links) und Ortsbürgermeister Ludwig Bohr entwickelten die Streckenführung der „Traumschleife“, die ein ganzes Jahr lang diskutiert wurde. TV-Foto: Herbert Thormeyer

Schillingen. Auf welchem Weg Wandertouristen genau den "Hochwaldblick" genießen können, war in Schillingen ein Jahr lang ein heißes Thema. Ortsbürgermeister Ludwig Bohr (SPD) und Revierförster Michael Marx, die den Verlauf der Tour entwickelten, mussten sich bei vielen Interessenvertretern das OK holen. Grundstückseigentümer, Land- und Forstwirtschaft sowie die Jägerschaft hatten ein Wörtchen mitzureden.

Strecke führt komplett über Schillinger Bann



Jetzt hat der Rat die Streckenführung gebilligt, die komplett über Schillinger Bann führt. Doch in der Sitzung war schon ein Hauch von Wahlkampf zu spüren. Die CDU-Fraktion lehnte die "Traumschleife" zwar nicht ab, regte sich aber über die Kritik von Ortsbürgermeister Ludwig Bohr auf, bei einem Ortstermin nicht erschienen zu sein, und die Vorgabe der Namensgebung "Hochwaldblick".

"Darüber müssen wir doch mal nachdenken dürfen. Wir waren vorher nicht informiert", kritisierte Markus Franzen (CDU), der Gegenkandidat von Ludwig Bohr (SPD) bei der Kommunalwahl am 7. Juni.

Wegstrecke soll jetzt ausgeschildert werden



Die neue "Traumschleife" selbst hat das Potenzial ein Knüller zu werden, denn sie verbindet auf elf Kilometern, wovon eineinhalb über den Saar-Hunsrück-Steig führen, das Schillinger Freizeitzentrum mit den entsprechenden Einrichtungen in Kell, inklusive See. So bald wie möglich soll im Stile des Saar-Hunsrück-Steigs die neue Wanderstrecke ausgeschildert werden. Deshalb sollten sich die Fraktionen auch bald über die Namensgebung einig werden. Eine weitere Aufwertung erfährt Schillingen mit der Gestaltung des Dorfplatzes. Für die 39 000-Euro-Investition mit einem Eigenanteil von 15 600 Euro für Schillingen, wurde die Beantragung des vorzeitigen Baubeginns bei der Kreisverwaltung beschlossen.

Eine dritte Aufwertung bekommt der Ort mit der Neuanlage des Freizeit- und Erlebnisbereiches nach dem Entwurf von Revierförster Michael Marx gegenüber dem Sportplatz. Der Grillplatz und Pflanzbeete für den Naturkundeunterricht von Schulkindern fehlen hier noch. Dieser "Zaubergarten" ist für 6000 Euro zu haben. Arbeitseinsätze der Ortsgemeinderäte machen es möglich.

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