Dreidimensionales auf der Leinwand

Dreidimensionales auf der Leinwand

Im Kulturhof in Grevenmacher beginnt an diesem Wochenende eine neue Ära. Mit "Wickie auf großer Fahrt", dem zweiten Spielfilm über den cleveren Wikingerjungen, hat sich der Kulturhof zur Einführung der neuen 3D-Technik einen ganz aktuellen Streifen ausgesucht.

Grevenmacher. Auf eine Brille kann man für 3D-Kino immer noch nicht verzichten. "Das Bild auf der Leinwand ist natürlich zweidimensional, da muss das Gehirn eben überlistet werden", meint Fränk Grotz, der beim Kulturhof in Grevenmacher für das Kino zuständig ist.
Aber aus dem Anfangsstadium der dreidimensionalen Bildprojektion, bei der man schlecht sitzende und unbequeme Pappbrillen mit einer roten und einer grünen Seite aufsetzen muss, ist man dank neuer Digitaltechnik heraus. "Wir verwenden Brillen, bei denen eine Folie, die über ein auf die Leinwand projiziertes Infrarot-Licht gesteuert wird, abwechselnd das rechte und das linke Blickfeld verdunkelt", erläutert Fachmann Grotz. Das Gehirn bekommt den schnellen Wechsel von offenem und geschlossenem Brillenglas nicht mit und bastelt sich aus den beiden getrennten Bildern ein einziges, dafür aber dreidimensionales Bild zurecht.
"Glücklicherweise unterscheidet sich die 3D-Technik im Kino von der im Fernsehen. Unsere Kinobrillen wären zu Hause vollkommen nutzlos", beugt Fränk Grotz Gedanken vor, sich die Sehhilfen einmal "auszuleihen": "Wir sammeln die Brillen nach der Vorführung auch wieder ein." Zusammen mit der Wartung und der Reinigung der optischen Trickser entsteht für die Kinobetreiber ein nicht unerheblicher Mehraufwand.
Dass sich die Investition für den Kulturhof lohnt, davon sind Grotz und seine Chefin Monika Jakobs überzeugt: "Wir werden monatlich zwei bis drei Filme in der 3D-Technik ausstrahlen, und in der Zukunft wird das auch eher mehr als weniger."
Nach "Wickie" steht mit "Tim und Struppi" von Steven Spielberg ein weiterer Publikumsmagnet auf dem Programm. "Außerdem kommen neue Animationsfilme mittlerweile meistens in 3D auf den Markt", weiß Kinoexperte Grotz.
"Wir haben immer mehr deutsche Kinobesucher", hat er beobachtet. Dem gestiegenen Interesse der Filmfreunde diesseits der Mosel begegnet der Kulturhof, indem er immer häufiger auch die deutschen Fassungen für die Filme bestellt. "Mit der 3D-Technik werden wir jetzt noch attraktiver", freut sich Monika Jakobs. jbo
Informationen zum Kinoprogramm: www.kulturhuef.lu oder unter Telefon 00352 2674641.

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