Dringend Nachwuchs gesucht

"Der DRK-Ortsverein muss seine Aktivitäten wegen des Mangels an aktiven Helfern auf den Bereich Erste Hilfe, den Blutspendedienst, die Weihnachtsaktion und einen Altennachmittag beschränken." So beschreibt der Vorsitzende, Bürgermeister Michael Hülpes, die Problematik. Eine Werbeaktion soll aus der Misere helfen.

Hermeskeil. Es ist ein großer Verein mit 676 Mitgliedern. Nur an Aktiven fehlt es. Die Leistung der kleinen Schar zum Teil schon älterer Helfer beschrieb der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins, Michael Hülpes, bei der Jahreshauptversammlung als "sehr effektiv". Es wurden allein bei sechs Blutspendeterminen 1100 Blutspender betreut. Die Blutspenden sind das zweite finanzielle Standbein des Ortsvereins, wofür Kreisbereitschaftsführer Heinrich Christ seine Bewunderung aussprach.Bei einer Ehrung war Werner Barth aus Hermeskeil mit 100 Spenden das leuchtende Beispiel für alle, die wissen, dass jeder einmal auf Spenderblut angewiesen sein kann.Altbürgermeister Winfried Sander sollte mit der Ehrenmitgliedschaft eine besondere Würdigung für seine Lebensleistung ausgesprochen werden. Doch der Jubilar konnte nicht kommen. Sander haben die "Rotkreuzler" unter anderem ihr Haus in der "Alten Kirchstraße" zu verdanken. 50 Prozent Eigenleistung war dabei mobilisiert worden."Über 7000 Euro Gewinn wurde im vergangenen Jahr erwirtschaftet", rechnete Schatzmeister Stefan Junk vor. Damit erhöht sich das Guthaben auf fast 35 000 Euro."Gewinnmaximierung ist natürlich nicht unser Ziel", erklärte der Kreisgeschäftsführer German Robling, der auch die neue Satzung des Ortsvereins begrüßte, die ein flexibleres Handeln auf allen Ebenen ermöglicht. Das Geld fließe in die gute Tat.Der Ortsverein will auch ein Auto anschaffen, das mit aufgedruckter Werbung finanziert wird. "Für die reinen Betriebskosten muss jedoch auch Geld da sein", machte Hülpes klar. Im Sommer soll eine große Werbeaktion starten: "Wir müssen den Menschen deutlich machen, dass der DRK-Rettungs- und Pflegedienst jedem helfen kann. Dafür brauchen wir Leute, die mit anpacken", lautet der Appell.