Dritter Tawerner Tempel Trail: 70 Kinder und Jugendliche machen mit

70 Teilnehmer bei Tempel-Trail: : Tawerner laufen für guten Zweck

Dritter Tawerner Tempel Trail: Rund 70 Kinder und Jugendliche drehen für Sponsoren ihre Runden durch antikes Gemäuer und schattigen Wald.

Der Tawerner Tempelbezirk liegt in gleißendem Morgenlicht. An der Startlinie versammeln sich rund 70 Kinder und Jugendliche. Der Startschuss fällt. Die 1100 Meter lange Strecke ist frei. Sie gilt es beim dritten Tawerner Tempel Trail so oft wie möglich zu bewältigen. Es geht um Geld. Jeder der jungen Teilnehmer hat eine Karte in der Hand. Jede Runde wird am Start und Ziel abgehakt. „Bei den ersten beiden Trails haben wir so gut 5500 Euro eingenommen“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins Tawerner Kinder und Jugend, Thorsten Lederer. Jugendliche, die nicht über einen Verein gefördert werden, kommen so für ihre Projekte an Zuschüsse.

So konnte für die Jugendgruppe eine neue Musikanlage gekauft werden, nachdem die alte nach einem Wasserschaden nicht mehr zu gebrauchen war. Die Jugendfeuerwehr bekam Parkas für ihre Übungen. Der Grundschule wurden Whiteboards gestiftet und die Schulbibliothek ausgebaut. Die Kinderbetreuung an der Grundschule bekam einen Tischkicker. Auf jeden Fall bleibt das Geld immer in Tawern.

30 Helfer sorgen diesmal für den reibungslosen Ablauf, vor allem, dass alle Teilnehmer bei sommerlichen Temperaturen genug trinken. Ralf Simons macht vom Mischpult aus als Moderator und DJ die richtige Musik und Stimmung dazu.

„Es wird nicht auf Zeit gelaufen, niemand muss sich beeilen“, erklärt Lederer. Alle seien Sieger für die gute Tat. Michael Stolz ist mit seinen drei Kindern da und will sie an diesem Gemeinschaftserlebnis teilhaben lassen. „Das ist auch für die Kleinen ein Lerneffekt, und größere Kinder wissen schon, was ein guter Zweck ist“, findet er. Die junge Generation soll ruhig sehen, dass Geld nicht vom Himmel fällt.

Der neunjährige Luca Willems hat vier Runden geschafft und damit 20 Euro auf sein Spendenkonto zusammengelaufen. „Die Strecke ist okay, es geht mal rauf und mal runter“, sagt er, nachdem er ein paarmal tief Luft geholt hat.

Der gleichaltrige Nils Menzel schaffte eine Runde mehr und hatte auch mehr Sponsoren auf seinem Zettel. „Das werden 50 Euro“, weiß er. Wie viel Geld insgesamt zusammenkomme, könne erst nach den großen Ferien gesagt werden, sagt Lederer. Denn die Beträge werden erst nach und nach überwiesen.

Nach dem Sport kommt die Après-Trail-Party mit dem Jugendmusik­orchester Tawern und Solistin Lily Rose Rawnsley und der Band Kuss’n Groove. Den antiken Part haben wie immer die Mitglieder des Vereins Römisches Tawern mit ihren historischen Gewändern übernommen.

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