1. Region
  2. Konz, Saarburg & Hochwald

Dritter Versuch für die Ganztagsschule

Dritter Versuch für die Ganztagsschule

Zwei Anläufe, aus der Grundschule Nittel eine Ganztagsschule zu machen, sind bereits gescheitert (der TV berichtete mehrfach). Gemeinsam mit der Schule beantragt die Verbandsgemeinde Konz nun die Einrichtung dieses Schultyps für das Schuljahr 2011/2012 erneut.

Nittel/ Konz. (itz) Auf dem Schulhof der Grundschule Nittel stehen zwei Container, in denen zwei Klassen unterrichtet werden. In einem Seitentrakt laufen die Renovierungsarbeiten auf Hochtouren. "Die Umbauarbeiten könnten bis Mitte kommenden Jahres abgeschlossen sein", hofft Franz-Jürgen Mertens, Rektor der Grundschule.

"Mit der energetischen Sanierung der Grundschule schaffen wir gute Lehr- und Lernbedingungen an der Schule", sagte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Konz, Karl-Heinz Frieden, auf der Sitzung des Verbandsgemeinderates am Donnerstagabend. "Insofern bin ich verhalten optimistisch, dass der Antrag auf Einrichtung einer Ganztagsschule in Nittel von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier (ADD) positiv beschieden wird."

Einstimmig, ohne weitere Aussprache hat der Verbandsgemeinderat der Beschlussvorlage zugestimmt. "Unsere Schule unterstützt diesen Antrag", erklärt Mertens auf TV-Nachfrage. Eine Umfrage unter den Eltern der Kindergarten- und der Schulkinder habe einen Bedarf von mehr als 50 Ganztagsplätzen ergeben. Bei aktuell 106 Grundschülern sei das eine sehr gute Quote. Vor allem, wenn man berücksichtige, dass die Schülerzahlen in den beiden vergangenen Jahren zurückgegangen seien.

Auch der Schulleiter ist zuversichtlich: "Der Antrag könnte dieses Mal erfolgreich sein." Die bilinguale Schulausbildung (siehe Extra) werde sehr gut angenommen. Mit diesem erfolgreichen Unterrichtsmodell könne man beim Bildungsministerium sicherlich gut punkten.

Die mit Beginn dieses Schuljahres angebotene Ganztagsbetreuung werde von den Eltern und Schülern ebenfalls sehr gut angenommen, berichtet Mertens. In den Nachmittagsstunden sei immer ein Lehrer für die Kinder als Ansprechpartner in der Schule dabei. Der Pädagoge betreut die Kinder beim Anfertigen der Hausaufgaben.

In der Summe gebe es viele gute Argumente, die dafür sprächen, aus der Grundschule Nittel eine Ganztagsschule zu machen. "Im dritten Anlauf wird es dann hoffentlich klappen", sagt Mertens.

Extra Seit diesem Schuljahr wird eine der beiden ersten Klassen an der Grundschule Nittel teilweise sieben Stunden pro Woche auf Französisch unterrichtet. Die Eltern konnten wählen, ob ihre Kinder in die Regelklasse oder in die Französischklasse gehen. Die Regelklasse besuchen elf und die Französischklasse 19 Schüler. (itz)