1. Region
  2. Konz, Saarburg & Hochwald

Durch Zusammenarbeit die Kosten drücken

Durch Zusammenarbeit die Kosten drücken

Ein "realistisches" Investitionsprogramm hat sich die Ortsgemeinde Wasserliesch für die Jahre 2012 bis 2016 vorgenommen. Da keine Wunschliste zur Diskussion stand, war die Zustimmung im Gemeinderat einstimmig.

Wasserliesch. "Der Ausbau der Römerstraße wird sich verzögern", berichtete Ortsbürgermeister Herbert Rausch zu Beginn der Ortsgemeinderatssitzung in der Grundschule Wasserliesch. Da die Zuschüsse erst 2014 flössen, könne man auch erst dann mit der Sanierung beginnen. "Sonst verfallen die Zuschüsse, und das können wir uns nicht leisten", stellte Rausch klar. Der Gemeinderat und die Sitzungsgäste bedauerten die Verzögerung. "Die Römerstraße ist zwar die längste, aber auch die schlechteste Straße im ganzen Ort", sagte ein Ratsmitglied. Die veranschlagten 980 000 Euro für die Baumaßnahme wurden in das Jahr 2014 verschoben.
Für die Anhebung der Bahnsteige zum barrierefreien Einstieg in die Züge sind Planungskosten in Höhe von 47 500 Euro vorgesehen. "Die Bahn hat allerdings Zuschüsse durch die Gemeinde gefordert, die jenseits aller Vorstellungen liegen", regte sich Rausch auf. Man versucht jetzt, durch eine Zusammenarbeit mit Oberbillig die Kosten zu drücken. "Falls es uns gelingen sollte, die Gelder aufzutreiben, liegt wenigstens eine fertige Planung in der Schublade", tröstete Rausch. Neidvoll blicke man an die Saar, wo an fast allen Bahnhöfen alles vom Feinsten wäre.
Weitere Investitionspläne betreffen die Versorgung mit schnellem Internet, den Bau einer Treppe am Friedhof, die Erweiterung des Urnengrabfeldes, den Einbau eines Heizkessels für ein gemeindeeigenes Wohnhaus und den Kauf von Arbeitsgeräten für die Gemeindearbeiter. Mit dem Kunstrasenplatz würde es erst einmal nichts, da das Land die Förderung der Kunstrasenplätze eingestellt habe, berichtete der Ortsbürgermeister: "Unser Investitionsprogramm sieht nur Dinge vor, die auch Aussicht auf Realisierung haben."
Des Weiteren beschloss der Gemeinderat, dass mehrere Bäume im Ort gefällt werden müssten. "Die Pappeln hat ein Baumdoktor begutachtet und schwere Schäden festgestellt. Bei der Feuerwehr zerstören Baumwurzeln die Kanalisation, und am Grompernberg wachsen Bäume mit ihren Wurzeln in Privatgrundstücke hinein", fasste Rausch zusammen.
Der Spielplatz an der Reinigerstraße bekommt eine neue Einzäunung. "Das macht ein Anwohner, wir geben 400 Euro für das Material dazu", war Rausch angetan vom Gemeinsinn des Bürgers. Unter dem Tagesordnungspunkt "Verschiedenes" wurde über Probleme mit unverantwortlichen Hundehaltern diskutiert (der TV berichtete). Rausch betonte, dass im Ort Anleinpflicht herrsche. jbo