Durchaus qualifiziert

Zum Artikel: "Wie die Aktien in Trier und Umgebung stehen" (Silvester-Ausgabe)

War es für Sozial- und Sportdezernent Georg Bernarding tatsächlich ein Kurssturz ins Bodenlose, weil er in 2005 auf eine Kandidatur als OB-Kandidat verzichtet hat? Zunächst einmal bin ich der Meinung, dass er durchaus ein qualifizierter Bewerber für die OB-Wahl gewesen wäre. Wenn eine Partei dann über mehr qualifizierte und interessierte Bewerber verfügt, muss man sich auf eine Person einigen. Dazu gibt es dann verschiedene Wege. Es gibt den Weg einer Kampfabstimmung in der eigenen Partei oder den Weg des Verzichtes, wozu Georg Bernarding sich scheinbar entschieden hat. Zu welchen Problemen parteiinterne Kampfabstimmungen führen können, haben wir in den letzten Jahren sowohl bei CDU als auch bei SPD schmerzhaft erleben können. Der erfahrene Bürgermeister hat anscheinend im Interesse seiner Partei auf eine solche Kampfabstimmung verzichtet und so, wie ich meine, Größe bewiesen. In jedem Fall ist die Partei dadurch vor einer möglichen Zerreißprobe verschont geblieben. Für die Öffentlichkeit und die Presse wäre eine mögliche Zerreißprobe sicherlich interessanter gewesen. Ich aber teile nicht die Auffassung, dass sich das Verhalten von Georg Bernarding als Debakel erwiesen hat, vielmehr bin ich der Meinung, dass er für seine weitere Arbeit als Bürgermeister und Sozial- und Sportdezernent durch sein Verhalten gestärkt wurde. Manfred Maximini, Trier, Vorsitzender UBM-Ratsfraktion