Eben noch im Fernsehstudio und jetzt auf dem Weinfestival

Konz-Oberemmel · Oberemmel feiert, und Spitzenköchin Léa Linster war am letzten Tag des Weinfestivals dabei. Nach dem schlechten Wetter am Sonntag dauerte das Fest bis zum frühen Dienstagmorgen. Die Winzerschaft zieht ein positives Fazit.

Foto: Christian Kremer

Schon kurz nachdem sie in Konz-Oberemmel angekommen ist, mischt sich Spitzenköchin Léa Linster unters Volk. Ihr Freund, der Oberemmeler Winzer Max von Kunow, bringt der Luxemburgerin einen Schwenkbraten mit Pommes und grösteten Zwiebeln an den Tisch. Zusammen machen sie sich eine Flasche LMEAAX auf - ihren eigenen feinherben Riesling, den sie gerne mit denjenigen, die sich zu ihnen setzen, teilen. LMEAAX steht dabei für Lea und Max - die Buchstaben der Namen abwechselnd aneinandergereiht.

"Dieser Oberemmeler Riesling gefällt mir sehr, sonst hätte ich nie meinen Namen darauf geschrieben", sagt die Starköchin später. Während sie den Wein sichtlich genießt, rümpft Léa Linster bei dem Schweinefleisch ein wenig die Nase. Sie isst es trotzdem. Und ihre Laune bleibt gut. Die Oberemmeler am Tisch sind per Du mit Léa und scherzen mit ihr. Der Wein ist bald leer, die nächste Flasche wird bestellt.

Erst danach geht die Köchin, die am Vortag mit dem Dreh der zweiten Staffel der Sat-1-Kochshow The Taste fertig geworden ist, auf die Bühne, wo sie ein paar Fragen der Besucher beantwortet und ihre Kochbücher bewirbt. Zurück am Tisch signiert sie die verkauften Exemplare liebevoll - manchmal mit einer Zeichnung - zum Beispiel von einem Geburtstagskuchen. Obwohl Léa Linster schon um 19 Uhr weg wollte, feiert sie noch bis 23.30 Uhr mit den Oberemmelern.

Und am Montag gibt es ein volles Programm. Dazu gehört zum Beispiel die von Radiojournalist Thomas Vatheuer und Max von Kunow moderierte Raritätenversteigerung, bei der die klassischen Weine der Oberemmeler Winzer insgesamt 1015 Euro für gute Zwecke im Dorf einbringen. Eine 1976er Flasche Riesling-Auslese geht sogar für 300 Euro über den Tisch. Sowohl die Festweinprobe als auch das große Feuerwerk Agritiusberg in Flammen - beides vom regnerischen Sonntag auf Montag verlegt - und die Leiendecker Bloas locken noch einmal etliche Besucher an. Sie feiern zum Teil bis in den frühen Morgen.

"Das war mit der beste Festbesuch aller Zeiten", urteilt Max von Kunow über den Festmontag. Die Winzerschaft sei sehr zufrieden. Und sie ehrte Ortsvorsteher Hermann-Josef Benzkirch. "Sein Engagement ist vorbildlich - dadurch ist gewährleistet, dass das Weinfestival weiterhin fortbesteht." 2015 kümmert sich erneut die Oberemmeler Winzerschaft um die Organisation. 2016 darf die Winzerkapelle noch einmal anpacken. cmk