Ehemalige bringen ein Ständchen

Beim Jubiläumskonzert des Quartettvereins Concordia Reinsfeld 1912 haben 300 Zuhörer ein abwechslungsreiches Programm erlebt, an dem auch die ehemaligen Sänger des Chors beteiligt gewesen sind. Am Festabend sind die Frauen des gemischten Chors erstmals alleine aufgetreten.

Reinsfeld. Ein Chor feiert Jubiläum: Vor 100 Jahren wurde der Quartettverein Concordia Reinsfeld gegründet. Um dieses Ereignis gebührend zu würdigen, haben die Reinsfelder Sangesfreunde um den ersten Vorsitzenden Heribert Eiden in der Kulturhalle einen Festabend mit sechs Gastchören veranstaltet. Zusammen boten sie den 300 Zuhörern ein buntes Programm mit Klassikern von Schubert und Mozart über Volkslieder wie "La Montanara" bis hin zu "Männer" von Herbert Grönemeyer.
Beim Gastverein gab es eine Premiere: Erstmals sind die Frauen des seit 1974 gemischten Chores alleine aufgetreten. Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der gemeinsame Auftritt des Reinsfelder Chors mit ihren ehemaligen Sängern. "25 Ehemalige sind aus ganz Deutschland angereist, um anlässlich des Jubiläums nochmal mit uns zusammen aufzutreten", sagte Eiden. Jeweils ein Anruf habe genügt, um die ehemaligen Chormitglieder zu begeistern, sagte der Vorsitzende. Zumeist die jungen Ehemaligen hätten zugesagt. Bei einigen Älteren sei es einfach nicht mehr gegangen, sagt Eiden. Ein positiver Nebeneffekt für den Quartettverein: Zwei Ehemalige hätten bei den Proben soviel Spaß bekommen, dass sie wieder als feste Mitglieder in den Chor eingetreten sind.
Der Quartettverein Concordia zeigte sein großes Leistungsvermögen unter der Leitung von Andrea Stüber. Ob bei den Männern, die bei dem Stück "Seht es regnen" ein schönes akustisches Hin und Her veranstalteten und "Hey Bruder trink" leicht und trotzdem mit Spannung sangen oder beim gemischten Chor, der das Stück vom Storch und der blinden Schleiche humorvoll aufführte: Die Darbietungen waren gekonnt.
So lobte die Kreisbeigeordnete Stephanie Nickels in ihrer Laudatio die aktive Vereinsarbeit der Chormitglieder. Der Quartettverein Concordia sei ein wichtiger Kultur- und Werbeträger für die Gemeinde Reinsfeld, sagte sie.
Der Vorsitzende Eiden gab einen kurzen Abriss über die hundertjährige Geschichte des Quartettvereins. Daniel Großmann, Schirmherr der Veranstaltung. erinnerte an die Höhepunkte des Jubiläumsjahres wie das Konzert mit der A-Cappella-Gruppe Vocaldente und würdigte die Werte wie Toleranz, die durch den Verein und seinen Gesang erhalten bleiben. "Was wäre unsere Welt ohne Musik? Arm wären wir", sagte er. cst
Folgende Mitglieder des Quartettvereins Concordia Reinsfeld wurden für ihr langjähriges Singen im Chor geehrt: Eduard Weber, Herbert Lenz (65 Jahre); Reinhard Bäumler, Alfred Eiden, Arno Engler, Stefan Stüber (40 Jahre); Herbert Kuhl, Herbert Stüber (25 Jahre).