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Eigeninitiative für die Sicherheit

Eigeninitiative für die Sicherheit

ZEMMER. Ihrer Verantwortung als Schwerpunktwehr kann die Freiwillige Feuerwehr Zemmer nun noch besser gerecht werden. Aus Eigenmitteln finanzierte sie ein Spezial-Löschgerät für den effektiven Ersteinsatz bei Fahrzeug- oder Küchenbränden.

Der Zuständigkeitsbereich der Freiwilligen Feuerwehr Zemmer umfasst das Gebiet der gesamten Fidei und den Verlauf der Landesstraße 46 zwischen Rothaus und Quint. Im vergangenen Jahr fuhr die Wehr dort 21 Einsätze, in den Vorjahren sogar jeweils mehr als 50. Regelmäßig sind Verkehrsunfälle mit Fahrzeugbränden darunter - allein 2005 machten sie ein Viertel der Einsätze aus. Um in solchen Fällen sofort, ohne Vorbereitungen, eingreifen und Schlimmeres verhindern zu können, hat die Feuerwehr Zemmer aus Eigenmitteln ihres Fördervereins nun einen Hochdruckschaumlöscher angeschafft. Rein äußerlich ähnelt das etwa 15 Kilogramm schwere Gerät einem normalen Feuerlöscher, und auch in der Handhabung gibt es Parallelen: "Man holt es vom Auto und kann direkt anfangen", sagt Dennis Keilen, Wehrführer und Vorsitzender des Fördervereins. Doch darüber hinaus habe das neuartige Gerät viele Vorzüge. "Es arbeitet bis zu vier Minuten, achtmal länger als ein herkömmlicher Feuerlöscher", erläutert Thomas Ensch, stellvertretender Wehrführer. In dieser Zeit produziere es etwa 100 Quadratmeter Schaum. "Das reicht, um einen kleineren Brand zu löschen." Die Reichweite betrage zehn bis zwölf Meter. Je nach Anforderung könne auf Nass- oder Trockenfunktion umgeschaltet werden."Beachtliche Leistung"

"Droht ein Motor oder eine Küchenfläche in Flammen aufzugehen, kann man sie trocken besprühen und damit den Brand verhindern", erklärt Ensch. Ein weiterer Vorteil sei, dass das Spezialgerät ohne großen Aufwand mit Wasser und üblichem Schaummittel von den Wehrleuten wieder aufgefüllt werden könne. Lediglich die Druckluft-Flasche müsse zur Atemschutz-Werkstatt in Kordel gebracht werden. Das neue Gerät wird an Bord des "Mannschaftstransport-Fahrzeugs" (MTF) mitgeführt, was einer der Gründe für die Anschaffung war: "Die beiden großen Löschfahrzeuge mit 7,5 Tonnen dürfen nicht ohne spezielle Ausbildung und daher nicht von jedem unserer Wehrleute gefahren werden, das MTF aber schon", erläutert Wehrführer Keilen. Es sei oft als Erstes einsatzbereit und müsse dann einen effektiven "Erstangriff" führen können. Einen vierstelligen Betrag hat der Förderverein der Feuerwehr Zemmer für das neue Löschgerät aufgebracht. "Eine beachtliche Leistung", sagt Ortsvorsteher Walter Kirn, "zumal ja Eigeninitiative zum Wohl der Allgemeinheit und im Interesse der Sicherheit erbracht wurde."