Infrastruktur: Ein aufblasbares Dach für den Tennisplatz

Infrastruktur : Ein aufblasbares Dach für den Tennisplatz

Der Ortsgemeinderat Palzem befürwortet einen Antrag auf Überdachung der Sportanlage, die immer mehr verkommt. Die Entscheidung für die Genehmigung liegt jetzt bei der Kreisverwaltung.

Schon lange wird kein Tennis mehr gespielt in Palzem. „Diese Abteilung ist vom Sportverein Rot-Weiß Palzem-Wehr aufgelöst worden“, sagt Ortsbürgermeister Florian Wagner. Entsprechend sieht der Platz aus. Aus diesem Grund kam der Antrag eines möglichen Investors, über dem Platz eine Traglufthalle (siehe Info) für eine ganzjährige Nutzung zu errichten, gerade recht. Der Rat befürwortet dieses Ansinnen.

Jetzt liegt der Bauantrag über die aufblasbare PVC-Halle dem Kreis zur Genehmigung vor.

Bleibt die Frage zu klären: Wird der Platz von diesem Privatmann gepachtet und nur für den eigenen Tennissport genutzt, oder dürfen auch andere Spieler hier den Schläger schwingen? „Das steht noch nicht fest“, sagt Wagner. Wird der Platz nicht rein privat genutzt, müsse eine entsprechende Vereinbarung zwischen Ortsgemeinde, dem Sportverein und dem Investor geschlossen werden.

Ganz billig wird das Vorhaben nicht, denn der Platz ist in einem desolaten Zustand. „Da muss alles saniert werden. Nur der Zaun drumherum ist noch in Ordnung“, findet der Ortschef, der die Idee der Überdachung jedoch auch dann gut findet, wenn der Platz in private Hände übergeht. Denn so könne der Tennisplatz neben dem Sportplatz auf keinen Fall bleiben.

Florian Wagner hat bei den örtlichen Beherbergungsbetrieben nachgefragt, die im Sommer immer ausgebucht sind, ob denn eine Nachfrage für Tennis bei den Feriengästen besteht. Schließlich bietet Palzem ja auch tolle Wanderwege, Nordic Walking und Wassersport auf der Mosel. „Die winken alle ab. Noch nie hat jemand danach gefragt, ob man hier auch Tennis spielen kann“, lautete die Antwort für den Ortsbürgermeister.

Das sagt die Kreisverwaltung: Vorhaben mit Traglufthallen sind der Kreisverwaltung nicht bekannt. „Da wir bisher mit solchen Projekten noch nichts zu tun hatten, können wir uns kein Urteil über den Sinn einer solchen Halle erlauben“, sagt deren Sprecher, Thomas Müller. Eventuelle Zuschüsse im Rahmen der Sportstättenförderung müssten bei einem entsprechenden Antrag geprüft werden.

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