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Ein aufregender Tag für junge Musiker

Ein aufregender Tag für junge Musiker

Der 41. Kreisjugendmusiktag hat am Sonntag in Saarburg stattgefunden. Zehn Jugendorchester von Musikvereinen der Region zeigten ihr hohes Niveau. Trotz Lampenfieber und Aufregung boten die jungen Musiker den Zuschauern ein beachtenswertes Konzert.

Saarburg. (dt) Lampenfieber, vor Aufregung gerötete Gesichter und schweißnasse Hände, all` das ist körperlich spürbar gewesen in der Aula des Schulzentrums Saarburg-Beurig.

Hier hat am Sonntag der Kreisjugendmusiktag stattgefunden, eine Veranstaltung, bei der sich die Jugendorchester der Musikvereine der Region Saar-Obermosel präsentierten. Für viele der jungen Musiker war es der erste öffentliche Auftritt, es herrschte gespannte Aufregung.

Eltern und Großeltern zücken die Kameras



Im Kreismusikverband Trier-Saarburg sind 25 Musikvereine organisiert, zehn davon sind am Sonntag zum musikalischen Wettstreit - ohne Siegerehrung - angetreten. Rund 200 Jung-Musiker (bis 25 Jahre) und ebenso viele Zuhörer füllten die Aula.

Obwohl keine Jury die Leistungen bewertete, zeigten die Orchester, "was sie drauf haben". Engagiert und musikalisch ansprechend waren die Vorträge; das Repertoire reichte von "Biene Maja" über "Phantom der Oper" bis hin zu Bernsteins "West Side Story".

Die Eltern und Großeltern zückten die Kameras und waren ebenso aufgeregt wie der Nachwuchs: "Ich kann kaum hinsehen", sagt eine Mutter aus Wawern. Eher cool nahm dagegen Julian Born (12) vom Musikverein Saarburg seinen ersten öffentlichen Auftritt an der Trommel. "Nö, nervös war ich nicht besonders, ich habe nur ganz kalte Finger", sagt er. "Das ist ganz normal", schmunzelt Dirigent Edwin Fell.

Seit 41 Jahren findet der Jugendmusiktag nun statt. Die Jugendarbeit der Vereine soll hierbei präsentiert werden, der hervorragende Ausbildungsstand aufgezeigt und Gelegenheit zum öffentlichen Auftritt gegeben werden. Matthias Benzschawel aus Wincheringen, der erste Vorsitzende der Gruppe Saar-Obermosel betont, wie wichtig das gemeinsame Musizieren, gerade in der heutigen, individualisierten Gesellschaft, sei. "Musik erfreut und belebt, ist eine Schule für das Leben", sagt er.

Freude jedenfalls, das war deutlich spürbar, hatten sowohl die Musiker als auch das Publikum, das die Darbietungen mit anhaltendem Applaus belohnte.