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Ein Besuch in der Kindheit

 Bei den Besuchern des „Radiogeschäfts“ in der neuen Ladenzeile im Freilichtmuseum Roscheider Hof werden alte Erinnerungen wach. TV-Foto: Friedhelm Knopp
Bei den Besuchern des „Radiogeschäfts“ in der neuen Ladenzeile im Freilichtmuseum Roscheider Hof werden alte Erinnerungen wach. TV-Foto: Friedhelm Knopp
Konz. Das Museum Roscheider Hof ist am Palmsonntag traditionell in seine Freilichtsaison gestartet. Als neue Attraktion präsentierte der Verein für Volkskunde und Freilichtmuseum seine neue "Ladengasse 2", in der sich die Besucher in die Trierer Geschäftswelt der 50er Jahre zurückversetzen können.

Konz. "Im vergangenen Jahr haben wir zum Saisonstart bei fast sommerlichen Temperaturen in unserem Biergarten gesessen", erinnert sich am Sonntag bei eisigem Ostwind Geschäftsführer Hermann Kramp.
Dennoch gibt es am Ende des Tages zufriedene Gesichter auf Roscheid: Kaum hatte der Vorsitzende Ulrich Haas um 15 Uhr das Museum offiziell eröffnet, setzte trotz widriger Witterung ein unerwartet starker Besucherstrom ein.
Nicht wenige Besucher waren Kenner des Museums. Sie hatten seine Entwicklung über Jahre verfolgt und freuten sich nun auf die neue "Ladenstraße 2". Darin können zwölf Läden und Gewerbebetriebe im Stil der 50er bis frühen 60er Jahre bewundert werden.
Im Original wieder aufgebaut wurden etwa Eisenwaren Herrmann aus der Trierer Karl-Marx-Straße. Das "Angebot" in der Ladenstraße reicht vom Hutladen über Bekleidungsgeschäfte und einen Radiohandel bis zur garantiert "computerfreien" Sparkassenfiliale.
Besonders die jüngeren Besucher staunten ziemlich über die vollkommen "glitzerfreie" und untechnisierte Einkaufswelt ihrer Eltern und Großeltern. Die älteren Besucher fühlten sich hingegen spontan in ihre Kindheit versetzt. f.k.