Bildung: Ein Blick in die Zukunft

Bildung : Ein Blick in die Zukunft

Die Berufsbildende Schule Hermeskeil hat die elfte Hermeskeiler Bildungsmesse veranstaltet. Rund 400 Besucher informierten sich über Ausbildungsmöglichkeiten. Es gibt jetzt schon Zusagen für nächstes Jahr.

Die Berufsbildende Schule Geschwister-Scholl-Schule hat die elfte Hermeskeiler Bildungsmesse veranstaltet. Die Organisatoren konnten nach eigenen Angaben sehr viele Aussteller und Interessierte in den Räumlichkeiten der BBS an der Borwiesenstraße begrüßen. Auch die Schule selbst habe ihr Angebot vorgestellt und so hätten die rund 400 Besucher der Messe viele Anlaufstellen gehabt, an denen sie sich umfänglich zum Thema „berufliche Perspektiven“ informieren konnten.

Unabhängig davon, mit welchem bisherigen schulischen Abschluss die Jugendlichen ihre Chance suchten, konnten die mehr als 30 Aussteller in den unterschiedlichen Branchen zahlreiche Angebote machen. Von „klassischen Ausbildungsberufen“ im Dualen System bis hin zu Praktikumsstellen, Ferienjobs und Dualen Studiengängen reichte das Spektrum, das dem meist jungen Publikum aus „erster Hand“ erläutert wurde.

So durften sich Abgänger mit der Berufsreife genauso angesprochen fühlen wie zukünftige Abiturienten.

Auch Vertreter aus Verwaltung und Politik nutzten die Gelegenheit, um sich zu informieren. Besonders erfreut waren die Gastgeber, die neue Stadtbürgermeisterin Lena Weber begrüßen zu dürfen. Sie ließ es sich nicht nehmen, sich ausführlich über die Berufsbildungsmesse 2019 zu informieren, die die in Trägerschaft des Kreises Trier-Saarburg befindliche BBS organisiert hatte.

Dagegen bedauerten Organisatoren und Aussteller, dass die Schüler der IGS Hermeskeil – zum ersten Mal überhaupt – die Messe nicht besuchten. Standortleiter Markus Lammes nannte das eine „traurige Entwicklung“: War in den Anfängen der Bildungsmesse das Schulzentrum mit bis zu 150 Schülern vertreten, fanden im letzten Jahr nur noch etwa 20 Interessierte den Weg in die Borwiesenstraße. Vielleicht helfe, so Lammes, eine gemeinsame Analyse der Situation am Schulstandort. Da der Zeitpunkt der Bildungsmesse den eingeladenen Schulen seit Januar 2019 bekannt gewesen sei, müssten andere Gründe eine Rolle spielen. Er hoffe durch gemeinsame Gespräche auf eine Trendumkehr im nächsten Jahr.

Um so erfreulicher ist es laut dem Veranstalter, dass alle anderen Schulen sehr rege vom Angebot der Bildungsmesse Gebrauch machten. Die größte Gruppe kam vom benachbarten Gymnasium Hermeskeil. Nichtortsansässige Schulen haben naturgemäß einen weitaus höheren Aufwand, die Fahrt nach Hermeskeil zu organisieren. Dass sich die Realschulen plus aus Kell und Thalfang, die Förderschule aus Reinsfeld sowie der „Hauptstandort“ der BBS aus Saarburg dieser Herausforderung stellten und ebenfalls mit großen Gruppen von teilweise über 50 Schülern zur Bildungsmesse anreisten, hob den Stellenwert der Messe in der Region hervor. „Hier funktioniert das Miteinander der Schulen ja erkennbar“, meinte der Leiter der Geschwister-Scholl-Schule, Jürgen Scholz, zufrieden. Die Aussteller zeigten sich erfreut über die gute Resonanz, und viele Unternehmen sagten eine Teilnahme in nächsten Jahr bereits zu.

Lammes dankte den Betrieben, Verwaltungen und Einrichtungen ebenso für ihr Engagement wie den Schulleitern der vertretenen Schulen für deren Bereitschaft, ihren Schülern den Besuch der Bildungsmesse zu ermöglichen. „Die Ausbildung junger Menschen geht uns alle an, und das Problem Ausbildungskrise kann nur durch gemeinsames Handeln gelöst werden.“

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