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Ein degradierter König und ein Kölkerberg-Import

Ein degradierter König und ein Kölkerberg-Import

Umjubelt von einem großen närrischen Volk haben die Karnevalsvereine Reinsfeld und Ruck-Zuck Hermeskeil erneut gemeinsam ihre Prinzenpaare proklamiert.

Hermeskeil/Reinsfeld. Drei Prinzenpaare schwingen in Hermeskeil und Reinsfeld die Zepter. Denn auch der Nachwuchs des Hermeskeiler Ruck-Zuck sollte angemessen gekürt werden. Für Kinderprinzessin Lina König lag es zudem nur nahe, mit ihrem Prinzen Dennis Weber ihre hoheitlichen Eltern zum Karneval zu begleiten.
Papa Christoph I. räumte zwar ein, es falle schwer, "vom König zum Prinzen degradiert" zu werden. Doch für den Ruck-Zuck, in dem auch ihre drei Töchter aktiv seien, mache er gern eine Ausnahme. Lucy wirbelte als Solomariechen über die Bühne und Emmi tanzt bei den Tanzflöhen. Bianca II. plauderte ein Geheimnis ihres sich um häusliche Pflichten schon mal drückenden Prinzen aus. Als Chef der Yes Angels verstehe er sich zwar auf Mülltonnenrennen, doch zuhause übe er sich eher im Mülltütenrennen.
Das Reinsfelder Prinzenpaar gab seinen Einstand mit "11 Geboten" für die neue Session. Mit ihnen setzen sich Vera I. und Christian II. dafür ein, dass ihre Untertanen es sich so richtig gut gehen lassen. Die närrischen Gebote dürften auch für viele Ruck-Zucker Gesetz sein. Denn Prinzessin Vera "vom Kölkerberg" ist laut Prinz Christian "von Hermeskeil importiert".
Die aktuelle Prinzenpaarkür des Ruck-Zuck überraschte selbst des Prinzen Vater, den Ersten Stadtbeigeordneten Volker König. Nun verstehe er, warum er Stadtbürgermeister Mathias Queck vertreten sollte, gestand er ein. Der Verein hüte seine Entscheidungen ja besser als der Stadtrat die Debatten seiner nicht öffentlichen Sitzungen. urs