Ein Dorf will sich mobil machen

Die Gemeinde Mannebach will ihr Dorferneuerungskonzept überarbeiten lassen. Basis ist ein Maßnahmenkatalog, in dem die Bürgerhaus-Sanierung und der Bau eines Multifunktionsplatzes ebenso enthalten sind wie die Anschaffung eines "Dorf-Mobils".

Mannebach. (hpü) Bereits 2004 war Mannebach vom Land als Schwerpunktgemeinde im Rahmen der Dorferneuerung anerkannt worden. Erst im Frühjahr 2008 beauftragte die Gemeinde ein Planungsbüro mit einer "Dorfmoderation" (Landeszuschuss: 7669 Euro), deren Ziel es war, zusammen mit den Bürgern ein Dorfentwicklungskonzept und damit verbundene Maßnahmen auszuarbeiten. Bernd Gard, der bei den jüngsten Kommunalwahlen erstmals zum Ortsbürgermeister gewählt wurde, berichtet: "Ein zufriedenstellendes Konzept ist nicht zustande gekommen."

Derweil steht die Gemeinde unter Zeitdruck, denn im kommenden Jahr soll die sechsjährige Förderperiode enden, die 2004 mit der Anerkennung Mannebachs als Schwerpunktgemeinde begann. Unterdessen hat der Gemeinderat erneut eine Liste mit Projekten zusammengetragen, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden könnten. Enthalten ist die Neugestaltung von Parkplätzen und der Ortseingänge ebenso wie die des Brunnens am Wiesenweg. "Für die Ortseingänge werden wir einen Ideenwettbewerb ausschreiben", sagt Gard. So wolle man die Bürger einbinden. Außerdem soll in Ortsrandlage ein "Multifunktionsplatz" entstehen, der auch als Parkfläche für Touristenbusse gedacht ist. Zudem sollen der Sportplatz zum multifunktionalen "Kommunikations-Treffpunkt" ausgebaut und das Bürgerhaus saniert und modernisiert werden. Angedacht ist darüber hinaus eine Partnerschaft mit einer Gemeinde aus dem benachbarten Luxemburg. Möglicherweise noch 2010 soll ein kleiner Bus als "Dorf-Mobil" angeschafft werden. "Bei uns gibt es viele ältere Menschen, die kaum eine Möglichkeit haben, den Ort zu verlassen", begründet der Ortsbürgermeister den Bedarf des Fahrzeugs.

Konzept wird überarbeitet - Zuschüsse beantragt



Basierend auf dem Maßnahmenkatalog soll das bereits 2008 beauftragte Planungsbüro das bestehende Dorferneuerungskonzept nun überarbeiten (Auftragssumme: 8330 Euro) sowie die Gemeinde im Zusammenhang mit der Sanierung von Altbauten und öffentlichen Plätzen beraten (7669 Euro). Für beide Beratungsleistungen sollen Zuschüsse aus der Dorferneuerung (jeweils 7669 Euro) beantragt werden. Extra Im Mai beschloss der Gemeinderat, die gesamte Ortslage zur Tempo-30-Zone zu erklären (der TV berichtete). Gleichzeitig sollte der Landesbetrieb Mobilität (LBM) aufgefordert werden, auch auf der Landesstraße 135 in Mannebach und dem Ortsteil Kümmern die Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer zu begrenzen. Nun befasste sich der Rat erneut mit dem Thema. Laut Ortsbürgermeister Bernd Gard sollen demnächst Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt werden. Auf Basis der Ergebnisse soll erneut entschieden werden, ob und wo ein Tempolimit erforderlich ist. (hpü)