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Ein Gotteshaus mit langer Geschichte

Ein Gotteshaus mit langer Geschichte

Vor 300 Jahren wurde die Kirche St. Johann, die zum Kloster Kar-thaus gehört, geweiht. Aus diesem Anlass wurde in Konz drei Tage lang gefeiert. In einem Festgottesdienst betonte Bischof Stephan Ackermann die Wichtigkeit von Räumen für den Glauben.

Konz. Im Jahr 1716 wurde die zum Kloster Karthaus gehörende Kirche St. Johann geweiht - vor 300 Jahren. Anlässlich dieses besonderen Ereignisses feierten die Konzer eine dreitägige Kirmes mit Ausstellung, Musik, Flohmarkt und einem Festgottesdienst mit Bischof Stephan Ackermann. Eine "lange und bewegende Geschichte" habe St. Johann, erklärte der Bischof da. Sie handle von Aufbau, Zerstörung und Neuanfang. "Gottesdiensträume sind mehr als nur Zweckbauten", so Ackermann weiter. Sie seien "Platzhalter für den Glauben an Gott" und zeigten, dass es mehr gebe als den Alltag. St. Johann sei, trotz seiner langen Geschichte, nicht nur ein Monument, sondern Ort des lebendigen Glaubens.
Gisela Bamberg (61) wohnt seit 37 Jahren in Konz. Ihre Kinder und Enkel wurden in Karthaus getauft. "Und ich hoffe, dass die Enkel hier auch einmal Messdiener werden." Julian (6) und Jonas (4) könne sich das durchaus vorstellen. "Ich gehe gerne in die Kirche", sagt Julian. Die Kirche gehöre einfach zum Ort, sagt seine Oma. So sieht es auch Elke Weiler (51). Schule, Kindergarten, Kirche. Sie seien in Konz-Karthaus einfach miteinander verbunden. Und die Geschichte der Kirche sei "sehr interessant".
Schon im 14. Jahrhundert wurde in Trier von Erzbischof Balduin ein Kartäuser-Kloster gegründet - damals am Fuß des Heiligkreuzberges, nahe den Kaiserthermen. 1680 wurde es dann verlegt und bekam seinen neuen Standort im heutigen Konz-Kar-thaus. 1716 wurde die Kirche geweiht. Doch keine 100 Jahre später wurde das Kloster aufgehoben, seine Bestandteile abgerissen und verkauft. 1855 gingen die Ruinen an Franziskanerinnen, die wieder ein Kloster errichteten - das bis 1963 bestand. Heute dient die Kirche St. Johann als Pfarrkirche innerhalb der Pfarreiengemeinschaft Konz St. Nikolaus.
Die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Seelsorge zeige sich auch bei der Jubiläumsfeier, sagt Pfarrer Georg Dehn. Die Kirche stehe für die vielen Menschen, die in den letzten Jahrhunderten ein- und ausgingen. "Ich blicke positiv in die Zukunft." red