Ein großer Erfolg

SAARBURG. (woc) Rundum zufrieden ist die Saarburger Geschäftswelt mit dem Verlauf des "Sagenhaften Saarweinfestes". Einzelhandel und Touristiker freuen sich über den Imagegewinn, die Winzer über den größeren Zulauf zur Weinstraße, den die Renaissance des Umzugs gebracht hat. Unverständnis herrscht darüber, warum die Trierer Einzelhändler gleichzeitig einen verkaufsoffenen Sonntag veranstaltet haben.

Alleine das mittelalterliche Spektakel am rechtsseitigen Saarufer sahen sich 4300 zahlende Besucher an. "Rechnet man pro Erwachsenem mindestens ein Kind, kann man davon ausgehen, dass knapp 10 000 das mittelalterliche Dorf und die Spiele gesehen haben", sagt Anette Barth, die als zweite Vorsitzende des Burgvereins Churbelun den historischen Teil des Festes organisiert hatte. Der Anstieg der zahlenden Besucher im Vergleich zum Vorjahr sei mit 300 zwar nicht spektakulär, aber erstens sei der verkaufsoffene Sonntag in Trier eine starke Konkurrenzveranstaltung gewesen, und zweitens gehe es nicht immer nur um Zahlen, sondern auch um die Gesamtstimmung. "Und die war bombig", ist Anette Barth überzeugt. "Das Konzept - die Verbindung von Wein- und Mittelalterfest mit einem verkaufsoffenen Sonntag - geht auf", bestätigt Stefanie Koch, Geschäftsführerin der Saar-Obermosel-Touristik. "Die Qualität der Veranstaltung spricht sich schnell rum, für die nächsten Jahre erwarten wir noch stärkeren Zuspruch." Den Winzern hat nach dem sehr starken Samstag besonders die Renaissance des Weinfest-Umzugs Zulauf an den Ständen beschert: "Der Umzug hat viele Besucher motiviert, zur Weinstraße zu kommen", sagt Armin Appel, Vorsitzender des Vereins Saarweinfreunde. In den Geschäften ging es während des Umzugs ruhiger zu, aber die Stimmung ist auch bei den Einzelhändlern bestens: "Die Kooperation zwischen den verschiedenen Institutionen war spitzenmäßig", lobt Stefan Müller-Harmann, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Ideen und Konzepte und Inhaber eines Modehauses: "Weinfest, historisches Spektakel, Umzug, verkaufsoffener Sonntag - alles hat voneinander profitiert, wir sind sehr zufrieden." Die Umsätze am Sonntag hätten über denen an einem normalen Einkaufstag gelegen. Auch Müller-Harmann will die nackten Zahlen nicht überbetonen: "Es geht um die Begeisterung - das war Werbung für das ganze Jahr! Bei aller Begeisterung hat er auch Kritik anzumelden: "Warum in Trier unbedingt gleichzeitig ein Herbstmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag stattfinden musste, kann ich nicht verstehen - damit hat die City-Initiative sich nicht gerade beliebt in Saarburg gemacht."