"Ein großer Tag für Stadt und VG"

"Ein großer Tag für Stadt und VG"

Die "Konzer-Doktor-Bürgerstiftung" kann ihre Arbeit aufnehmen. "Das ist ein großer Tag für die Stadt und die Verbandsgemeinde!", jubelte Bürgermeister Karl-Heinz Frieden beim Festakt im Kloster Karthaus.

Konz. Der 5. November 2008 geht als bedeutsamer Tag in die Konzer Stadtgeschichte ein. Darin waren sich die Festredner Dolores Schneider-Pauly (Vizepräsidentin ADD), Stadt- und VG-Bürgermeister Karl-Heinz Frieden und Hartmut Schwiering, Sprecher der Projektgruppe "Marke Konz" und Initiator der Stiftung, einig.

Förderung von Bildung, Ausbildung und Integration



Mit einem Festakt im Kloster Karthaus wurde die Stiftung offiziell gegründet und kann jetzt ihre Arbeit aufnehmen. Die Stiftungsurkunde wurde durch die ADD-Vizepräsidentin überreicht. Freudige Gesichter im Festsaal des Klosters Karthaus: Rund 50 Personen - alle stehen mit der Gründung der "Konzer-Doktor-Bürgerstiftung" in Beziehung - feiern an diesem Abend das Engagement der Bürger für die Stadt und Verbandsgemeinde Konz und ihre Bewohner. "46 Stifter spendeten insgesamt 126 600 Euro. Mit den Erträgen diesen Kapitals kann die "Konzer-Doktor-Bürgerstiftung" jetzt Projekte zur Förderung von Bildung, Ausbildung und Integration unterstützen", führte Rechtsanwalt Rainer Schons aus, als plötzlich eine Dame, die ungenannt bleiben möchte, dem Juristen ein Blatt Papier übergibt. Schons bittet um eine kleine Pause: "Ich darf einen weiteren Stifter in das Gründungsprotokoll eintragen. Das Kapital der Stiftung beträgt jetzt 127 100 Euro!" Beifall brandet auf.

Mehr als nur ein symbolischer Akt



Nachdem alle Stifter beziehungsweise ihre Bevollmächtigten das Gründungsprotokoll unterschrieben haben, ist der formale Prozess der Stiftungsgründung abgeschlossen. In der anschließenden Feierstunde zeigen Konzer Schülerinnen und Schüler einige der vielen Talente, die in ihnen schlummern, und deren Förderung ein Bestandteil der Arbeit der Bürgerstiftung sein wird: Die Band der Hauptschule heizt mit rockigen Rhythmen ein, und Grundschulkinder präsentieren ihre im Rahmen des Malwettbewerbs "Die Römer in Contionacum" entstandenen Kunstwerke. Die Festredner betonten in ihren Ausführungen, dass mit der Stiftung eine lange Konzer Tradition fortgesetzt werde. "Wir wollen mit der Stiftung an das segensreiche Wirken des Pfarrers Georg Josef Ignaz Canaris anknüpfen", sagt Bürgermeister Frieden. Der im 18. Jahrhundert in Konz wirkende Geistliche setzte sich so erfolgreich für die Schulbildung der Konzer Kinder ein, dass diese aufgrund ihres hohen Wissensgrades von auswärtigen Kindern ehrfurchtvoll "die Konzer Doktoren" genannt wurden.

Neben der Bildungsförderung dient die Stiftung aber auch der Integration neu zugezogener Menschen. "In Konz leben Menschen aus 99 Nationen", beschreibt Frieden die aktuelle Situation. Frieden dankte besonders Abdulvahab Güntepe, Vorsitzender der türkisch-islamischen Gemeinde in Konz, die ebenfalls Gründungsmitglied der Konzer-Doktor-Bürgerstiftung ist. "Diese Beteiligung ist mehr als nur ein Symbol", freut sich Hartmut Schwiering.