1. Region
  2. Konz, Saarburg & Hochwald

Ein Jahr Baustelle in Kollesleuken

Ein Jahr Baustelle in Kollesleuken

Auf 430 Metern wird die Landesstraße 133 im Freudenburger Ortsteil Kollesleuken saniert. Die Brücke in der Dorfmitte wird komplett ausgetauscht. Währenddessen müssen Autofahrer erhebliche Umwege in Kauf nehmen. Auf Grundstückseigentümer kommen Beiträge für den Gehwegausbau und die Straßenbeleuchtung zu.

Freudenburg-Kollesleuken. An der Leukbachbrücke in Kollesleuken treffen sich am Freitag Vertreter des Landesbetriebes Mobilität in Trier (LBM) sowie der Verbandsgemeinde Saarburg und Ortsgemeinde Freudenburg mit Bauleuten der Firma UVB. Mit dieser Besprechung fällt der Startschuss für eine einjährige Bauzeit, in der die Dorfstraße auf 430 Metern saniert und die Leukbachbrücke komplett ausgetauscht wird.

In der vergangenen Sitzung hat der Ortsgemeinderat Freudenburg den Auftrag an das Bitburger Unternehmen UVB im Wert von 912 000 Euro vergeben. Die Dorfstraße, die in der Baumaßnahme mit 582 500 Euro den Löwenanteil der Kosten ausmacht, bekommt erstmals Gehwege.

Die Gesamtkosten teilen sich das Land mit 717 000 Euro, die Verbandsgemeindewerke, die unter anderem Kanaldeckel anpassen müssen, mit 37 000 Euro und die Ortsgemeinde mit 155 000 Euro.

"Mit einer neuen Beleuchtung und Gehwegen, auch auf der Brücke, verbessert sich die Verkehrssicherheit im Ortskern erheblich", freut sich Ortsbürgermeister Bernd Gödert. 5,50 Meter wird die Fahrbahn breit sein.

Die Gehwege werden 1,25 Meter breit gebaut. Die "Konkurrenzsituation" von Fußgängern und Autofahrern findet damit ein Ende. Die Einfahrt ins Dorf aus Richtung Kirf wird zur Verkehrsberuhigung verengt, aus Richtung Freudenburg wird eine zusätzliche Kurve eingebaut.

"Seit 1992, als die Kanäle und Wasserleitungen saniert wurden, warten die Kollesleukener auf den Straßenausbau", erklärt der Ortschef.

Durch den Austausch der Brücke wird der Ort in den nächsten vier Monaten in zwei Hälften geteilt. Fußgänger können zwar über einen Steg den Leukbach überqueren, Autofahrer müssen jedoch erhebliche Umwege über Orscholz und Trassem in Kauf nehmen. Wenn die neue Brücke steht, steuern Ampeln die einseitige Nutzung der Dorfstraße.

Nach der Fertigstellung werden die Straße und die Brücke Schmuckstücke sein. "Der Bezug des Ortes zum Buntsandstein soll sich im Brückenbauwerk in den Pfeilern widerspiegeln.

Dazwischen wird ein Metallgeländer installiert", erklärt Gödert die Gestaltung des Bauwerkes. Die Sanierung der alten Brücke hätte mehr gekostet als der Neubau.

Ein Wermutstropfen fällt jedoch in die Freude über das schmucke neue Erscheinungsbild, das Kollesleuken nach einem Jahr zieren wird: Die Kosten für die Gehwege und die neue Straßenbeleuchtung von 181 000 Euro müssen bei einem Gemeindeanteil von 35 Prozent von den rund 50 Grundstücksbesitzern im Ort getragen werden (siehe Extra).

Extra Grundstücksbesitzer an Kosten beteiligt: Kostenlos wird die Baumaßnahme nicht an den Bürgern von Kollesleuken vorübergehen. Es wird ein sogenannter "Wiederkehrender Beitrag" für den Gehwegausbau und die Straßenbeleuchtung erhoben. Es ist ein Beitrag, der für den Ausbau von Ortsstraßen, Gehwegen und Straßenbeleuchtung von Grundstücksbesitzern erhoben wird. Im Gegensatz zum "einmaligen Beitrag", der nur von Anliegern einer Baumaßnahme zu zahlen ist, verteilen sich so die Kosten auf mehreren Schultern. Weitere Auskunft, auch wann mit den Bescheiden zu rechnen ist, gibt die Verwaltung der Verbandsgemeinde Saarburg. Umfangreiche Informationen zu Ausbaubeiträgen und deren Berechnung sind im Internet unter www.kommunalabgaben.info zu finden. (doth)