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Ein Lichtblick für die Wiltinger

Ein Lichtblick für die Wiltinger

So ganz scheint die Standortfrage zum Neubau der Wiltinger Saarbrücke noch nicht geklärt. Nach dem gestrigen Abstimmungsgespräch erörtern die Naturschutzverbände erneut die Sachlage.

Konz/Wiltingen. "Wiltingen macht mobil", "Ja zur Brücke am neuen Standort", "Lösung für Natur und Mensch" und "Wiltingen, Kanzem, Wawern - Brücken verbinden" lauten die Schriftzüge auf den Plakaten und Transparenten, mit denen sich rund 20 Wiltinger Bürger und Kommunalpolitiker am Montagmorgen vor dem Konzer Rathaus umgeben. Der Anlass ihrer Protestaktion ist ein internes Abstimmungsgespräch zum geplanten Neubau der Saarbrücke am alten Standort, zu dem Landrat Günther Schartz auf Anregung von Wiltingens Ortsbürgermeister Lothar Rommelfanger die Planungsbehörde Landesbetrieb Mobilität Trier, Abteilungen der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, die Verbandsgemeinde Konz, die Ortsgemeinden Wiltingen und Kanzem, die Naturschutzverbände Bund, Nabu und Pollichia sowie die Landtagsabgeordneten Bernhard Henter und Alfons Maximini nach Konz geladen hatte. Sie alle sollten die Plakate der Wiltinger lesen und sehen, wie sehr die Bürger für ihre Forderung nach einem neuen Brückenstandort kämpfen, formulierte Mit-Organisator Lutwin Ollinger den Hintergrund der Aktion.

Nun soll es nach dem Gespräch der Offiziellen einen Hoffnungsschimmer für die Bürger geben. Die Vertreter der Umweltverbände machen wieder die Akten auf und wollen die jeweiligen Eingriffe in die Natur durch den Neubau der Saarbrücke am alten oder neuen Standort und dem Ausbau der K 147 miteinander vergleichen. Heide Weidemann, stellvertretende Landesvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz, und Hans Reichert als Vertreter des Vereins Pollichia sagen beide auf TV-Anfrage: "Wir werden uns nochmal intern zusammensetzen und die Sachlage neu erörtern." Dass dabei womöglich der Bau am neuen Standort das Ergebnis sein könnte, will Weidemann nicht ausschließen. Landrat Schartz stellt in Aussicht, dass sich die Kreisverwaltung nochmal intern mit den Varianten befassen will. Es werde ein Gespräch mit den Naturschutzverbänden geben, da nur diese den Weg für die neue Variante frei machen könnten. Allerdings betont er auch: "Von der Rechtslage her hat sich für uns nichts geändert." Die Planungen für den Bau am bisherigen Standort gingen weiter. Ortsbürgermeister Rommelfanger und Gemeinderatsmitglied Ollinger sind zufrieden mit dem Verlauf des Gesprächs. "Aus Sicht der Ortsgemeinde ist es gut gelaufen", sagt Rommelfanger. Und Ollinger stimmt zu: "Es ist eine gute Sache, dass wir es geschafft haben, den Sack wieder aufzumachen."