Ein Mann mit vielen Verdiensten
Hohe Auszeichnung für Walter Rausch: Im Rahmen einer Feierstunde wurde dem früheren Keller Ortsbürgermeister die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz verliehen. Sie ist die sichtbare Anerkennung für Rauschs langjährige ehrenamtliche Tätigkeit als Laienrichter beim Verwaltungsgericht Trier.
Kell am See. (hm) Walter Rausch, so heißt ein weiterer Träger der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz aus dem Hochwald. Die Auszeichnung wurde dem früheren Ortsbürgermeister aus Kell am See jetzt im Sitzungssaal des Verwaltungsgerichts Trier durch dessen Vizepräsidenten des Verwaltungsgerichts, Georg Schmitt, verliehen. An den Feierlichkeiten nahmen der Kreisbeigeordnete Dieter Schmitt in Vertretung des Landrates, Bürgermeister Werner Angsten und Markus Lehnen, Rauschs Nachfolger als Gemeindechef von Kell, teil. Vizepräsident Georg Schmitt wies darauf hin, dass gerade die Laienarbeit verhindern soll, dass die Rechtspflege zu einem Monopol der Juristen werde.Die Beteiligung von Laienrichtern beuge der Gefahr vor, dass die Justiz, deren Urteil im Namen des Volkes ergehen soll, sich dem Volk entfremdet. Elf Jahre als Laienrichter aktiv
Walter Rausch habe von 1994 bis 2005 der fünften Kammer des Verwaltungsgerichts angehört und sich in dieser Zeit um die Rechtssprechung verdient gemacht. Gefragt seien heute Persönlichkeiten mit menschlichen Erfahrungen, sagte Beigeordneter Dieter Schmitt. Neben den ehrenamtlichen richterlichen Tätigkeiten hat Walter Rausch weitere Aufgaben im Dienste der Allgemeinheit übernommen, vor allem im Bereich der Kommunalpolitik. Er war von 1989 bis 2004 Ortsbürgermeister in Kell. Er gehört seit 1994 dem Verbandsgemeinderat und seit 2004 dem Kreistag an. Außerdem fungierte er viele Jahre als Vorsitzender des Keller Musikvereins "Concordia". Bereits im November 1999 erhielt Rausch die Ehrenurkunde des Gemeinde- und Städtebundes; 2004 wurde er zudem mit dem Wappenteller der Verbandsgemeinde Kell am See für besondere Verdienste ausgezeichnet. Nicht unerwähnt blieb in der Feierstunde die Rolle von Ehefrau Waltraud, die die vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten ihres Mannes unterstützt und für sein Engagement immer Verständnis aufgebracht habe.