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Ein Nesthäkchen mit ganz viel Erfahrung

Ein Nesthäkchen mit ganz viel Erfahrung

Wenn in einer Woche die Saar-Obermosel-Weinkönigin in Nittel gewählt wird, ist sie die Jüngste im neuen Team der Weinhoheiten: Natalie Scheer aus Kastel-Staadt. Dennoch wird sie dann schon einige Erfahrung mitbringen, denn sie möchte nach einem Jahr ihre Amtszeit verlängern - und Prinzessin bleiben.

Kastel-Staadt. (ami) "Die Arbeitskolleginnen und Weinhoheiten haben gefragt, ob ich weitermache", sagt Natalie Scheer. Da habe sie nicht widerstehen können. "Das eine Jahr hat mir sehr viel Spaß gemacht. Jetzt will ich noch ein Jahr in dem Amt bleiben", begründet sie ihre Entscheidung, weiterhin Saar-Obermosel-Weinprinzessin bleiben zu wollen. Der 18-Jährigen ist anzumerken, dass sie sichtlich Freude an der ehrenamtlichen Aufgabe hat. Trotz ihres jungen Alters kann sie nun viele Erfahrungen an die neuen Kandidatinnen weitergeben.

Dabei musste sie die Entscheidung zum Antritt der ersten Amtszeit sehr schnell fällen. Vor etwa einem Jahr waren die Weinhoheiten Anne Simon und Kerstin Michels aus Ockfen nur zu zweit. Mitarbeiter der Saar-Obermosel-Touristik suchten händeringend nach einer zweiten Prinzessin - und dachten an ihre Auszubildende Natalie Scheer. Nicht zuletzt aus beruflichem Interesse sagte die angehende Kauffrau für Tourismus und Freizeit zu und meint: "Da hätte ich vorher nie dran gedacht."

Scheer hatte zunächst keine Verbindung zum Wein. Im Laufe des Jahres aber gewann sie Kenntnisse über Rebensaft und Region hinzu und wurde zur begeisterten Weintrinkerin. "Am besten gefällt mir, dass man an sehr gute Weine herankommt. Da waren schon leckere Sachen dabei", erzählt Natalie Scheer mit Blick auf die Annehmlichkeiten einer Weinhoheit augenzwinkernd. Besonders schätzt sie, "dass man immer freundlich empfangen wird".

Die junge Frau, die am liebsten lieblichen Riesling trinkt, lernte die Aufgaben einer Weinprinzessin zu meistern: die Saar-Obermosel-Region und ihren Wein präsentieren, kulturelle Besonderheiten vermitteln und ein Grußwort oder einen Trinkspruch sprechen. "Am Anfang war es eine Herausforderung, vor so vielen Leuten zu stehen. Doch das legt sich, man bekommt Routine", sagt Scheer.

Allerdings bringen die zahlreichen terminlichen Verpflichtungen einige Veränderungen mit sich. So muss etwa der Musikverein Kastel-Staadt seine Trompeterin Natalie des Öfteren entbehren. Scheers Terminkalender bis zur Krönungszeremonie Anfang September ist gut gefüllt, denn vor dem Start der nächsten Amtszeit gilt es, während der letzten Termine mit Anne Simon und Kerstin Michels die Weine der Region zu präsentieren.

Danach erwartet Scheer ein weiteres Jahr als Weinprinzessin, auf das sie gespannt blickt: "Ich freue mich auf das neue Team, auf die leckeren Weine und darauf, neue Weinköniginnen auch aus den anderen Gebieten kennenzulernen."

Allzu aufgeregt wird sie bei der Wahl in Nittel am nächsten Wochenende nach eigenem Bekunden nicht sein - sie ist ja schon "eingespielt".