Ein neuer Kunstrasen und neue Baustellen

Ein neuer Kunstrasen und neue Baustellen

Viel Raum bei der Sitzung des Tawerner Ortsgemeinderats hat die Bearbeitung der Stellungnahmen von Behören und Verbänden in der Planung des Baugebietes Wenigwies im Ortsteil Fellerich eingenommen. Auch die Erneuerung des Kunstrasenplatzes war Thema.

Tawern. Erfreulich sind derzeit die Fortschritte, wenn es um das neue Baugebiet Wenigwies in Fellerich geht oder den Kunstrasen des Sportplatzes, der Ende August ausgetauscht wird. Begonnen hat die Sitzung des Ortsgemeinderates Tawern jedoch mit einem Dauerbrenner: der Erhöhung der Grundsteuer B. Diese muss auf Drängen der Kommunalaufsicht von 400 auf 460 Prozentpunkte angehoben werden.
"Das geht jetzt reihum in allen Orten so", bedauert Ortsbürgermeister Thomas Müller. Für ein Einfamilienhaus mache das im Schnitt 13 bis 30 Euro pro Jahr an Mehrkosten aus, rechnet der Ortschef vor. "Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein", findet Günther Görgen (CDU). "Für ältere Leute mit wenig Rente ist das viel", hält Karla Kroon (SPD) dagegen. "Das Land drückt seine Forderungen nach unten durch", meint Janka Kuss (CDU).
Tawern bekommt zusammengerechnet gerade mal 36 600 Euro mehr in die Kasse, was nicht wesentlich zur Verringerung der Schuldenlast beiträgt.
Investiert wird in den neuen Kunstrasenplatz direkt neben dem Bürgerhaus. "Der Belag hat 15 Jahre gehalten", freut sich Müller. Ein solcher Platz kann, wenn es das Wetter zulässt, ganzjährig genutzt werden und braucht im Gegensatz zu Rasen nur wenig Pflege. Die Kalkulation von 250 000 Euro wurde nach der Ausschreibung um 49 000 Euro unterschritten. Ende August oder Anfang September soll der Belag ausgetauscht werden. "Wer ein Stück alten Kunstrasen braucht, kann mich anrufen", sagt Müller, denn die Ortsgemeinde braucht das Material nicht.
Die Stellungnahmen von Behörden und Verbänden sowie Einwände von Bürgern nach Offenlegung der Planung zum Baugebiet Wenigwies in Fellerich wurden ausführlich diskutiert. Planer Hartmut Jopp von der IGR AG in Rockenhausen las jeden einzelnen Einwand vor.
Naturschützern wäre es lieber gewesen, weniger als 36 Baustellen auszuweisen, und die Hecke um das Gebiet herum zu erhalten. "Dann sind die Planungskosten genauso teuer, aber die Grundstückspreise steigen enorm", entgegnet Ortsbürgermeister. Müller. Er verspricht, die Schulstraße, wie vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Trier gefordert, erst zu schließen, wenn alle Erschließungsarbeiten abgeschlossen sind. Das Gebiet bekommt eine neue Zufahrt mit Abbiegespur.
Bei der Internetversorgung wird das Glasfaserkabel bis direkt in jedes Haus gelegt, was eine Top-Übertragungsgeschwindigkeit garantiert. Dachformen sind ebenfalls Thema. Flachdächer sollen nur auf der Dorfseite zugelassen werden, damit der optische Eindruck erhalten bleibt. Die Diskussion darüber endete mit acht Ja- und sieben Neinstimmen.
Die Nachfrage für die Baustellen ist da. "Vorrangig wollen wir Bauherren aus dem Dorf bedienen", sagt Müller. Eine gute Mischung der Generationen soll erreicht werden. doth