Ein Platz für alle Generationen

20 000 Euro stehen im Haushalt von Züsch bereit für den Mehrgenerationenpark hinter dem Bürgerhaus. Demnächst werden die erste Angebote für die Geräte eingehen.

Züsch. Der Mehrgenerationenplatz am Züscher Bürgerhaus macht Fortschritte. Laut Ortsbürgermeister Hermann Bernardy liegen erste Angebote vor. In den nächsten Tagen sollen nun verschiedene Geräte-Kombinationen ausgeschrieben werden. In jedem Fall angedacht sind ein Großgerät mit diversen Funktionen, Bewegungsgeräte für Erwachsene sowie Nestschaukel und Karussell. Vielleicht seien ja über den Winter günstigere Konditionen zu bekommen, hofft der Gemeindechef. Grundsätzlich tendiert der Ortsgemeinderat zu Geräten aus witterungsbeständigen pulverbeschichteten Materialien. Alles, was mit dem Erdreich in Berührung kommt, sollte laut Bernardy aus Metall sein. Andere Teile könnten auch aus Holz sein.
Bei Kunststoffen wisse man heute oft ja gar nicht mehr, was sie alles enthalten könnten, gab ein Ratsmitglied zu bedenken. Mitunter enthielten sie ja sogar problematische Weichmacher. Außerdem verblassten Kunststoffgeräte schneller und sie nutzten sich darüber hinaus eher ab.
In die Haushaltspläne für 2013 und 2014 hat die Gemeinde jeweils 20 000 Euro eingestellt für das Vorhaben. Darüber hinaus erhält sie über die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Erbeskopf aus dem europäischen Leaderprogramm 39 325 Euro Zuschuss (siehe Extra). Das sind 55 Prozent der zuschussfähigen Kosten des insgesamt mit 85089 Euro kalkulierten Vorhabens. In die Tat umgesetzt werden soll der Mehrgenerationenpark Züsch bis Mai 2013. Projektträger sind die Kommune und die Verbandsgemeinde Hermeskeil. Der Treffpunkt für alle Generationen soll mit dazu beitragen, das Miteinander im Ort zu stärken und die lebendige Dorfgemeinschaft zu erhalten. Darüber hinaus soll er die touristische Infrastruktur aufwerten und als zentral gelegenes Freizeitangebot den Ortskern beleben.Extra

Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Erbeskopf ist eine von zwölf über das europäische Leaderprogramm geförderten Gruppen in Rheinland-Pfalz. Mitglieder sind die Verbandsgemeinden (VG) Hermeskeil, Kell, Thalfang, Birkenfeld und Herrstein, die Einheitsgemeinde Morbach, Teile von VG Ruwer und Bernkastel-Kues sowie drei Idar-Obersteiner Stadtteile. Im Aktionsgebiet mit seinen 129 Ortsgemeinden wohnen rund 95 000 Menschen. Brüssel hält für die LAG bis Ende 2013 einen Fördertopf mit 1,6 Millionen Euro bereit. Diesen können Kommunen, Vereine oder auch Privatleute in Anspruch nehmen. Voraussetzung ist, dass ihr Vorhaben den Anforderungen - Tourismusförderung und Dorfinnenentwicklung im Aktionsgebiet - entspricht. Außerdem müssen sie etwa 50 Prozent der Kosten selbst stemmen, was sich oft als Hürde erweist. Das LAG-Gebiet überschneidet sich teils mit dem der LAG Hunsrück, mit den VG Thalfang, Hermeskeil, Kell, Birkenfeld, Herrstein, der Einheitsgemeinde Morbach und Teilen von VG Ruwer und Bernkastel-Kues. urs