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Ein Rendezvous mit Gott in Züsch

Ein Rendezvous mit Gott in Züsch

Das Dekanat Hermeskeil hat einen Gottesdienst im Zeichen der Liebe gefeiert. Im Anschluss konnte ein persönlicher Segen empfangen werden.

Züsch. Eine "Herzliche Einladung zum Rendezvous mit Gott" hatte das Dekanat Hermeskeil zum Valentinstag versendet. Treffpunkt für Liebende und Verliebte war die Pfarrkirche St. Antonius von Padua in Züsch. Dort feierten sie gemeinsam mit Dechant Clemens Grünebach und Diakon Andreas Webel einen Wortgottesdienst, der ganz dem Thema Liebe gewidmet war.
Ausgangspunkt war eine Lesung aus dem Hohelied. Dieses Buch des Alten Testaments preist die Liebe zwischen zwei Menschen. "Stark wie der Tod ist die Liebe, die Leidenschaft ist hart wie die Unterwelt", heißt es dort. Diakon Webel betonte die besondere Bedeutung der Leidenschaft für eine Beziehung.
"Noch heute wird Liebe vor allem mit jungen Menschen verbunden, aber sie kann und sollte auch bis ins Alter erhalten werden", sagte Webel. Er berichtete von einem rund 80-jährigen Ehepaar aus Birkenfeld: "Als Er starb, traf ich mich mit seiner Frau zum Trauergespräch. Sie sprach dabei von ihrem Mann nur als ihrem Schätzchen". Eine Weste hatte sie einst für ihn gestrickt, und die wollte sie auf keinen Fall wegwerfen, weil daran zu viele Erinnerungen hingen. Also verschenkte sie das Kleidungsstück an den Diakon. "Ich trage diese Weste mit Stolz", bekannte dieser.
Er lud die in der Kirche versammelten Paare ein, ihre Zuneigung zu bekunden und sich vor dem Altar gegenseitig die Hände mit Duft-Öl zu salben. Den Anfang machte er selbst mit seiner Frau, und mehrere weitere Pärchen folgten. Zum Abschluss des Gottesdienstes sprachen Diakon Webel und Dechant Grünebach auf Wunsch einen Segen aus. Zu einem Umtrunk trafen sich dann die Gottesdienstbesucher im Pfarrzentrum wieder. red