Ein Ruheraum für die Kleinen

Der Ortsgemeinderat Wiltingen stimmt der Sanierung des Kindergartens zu. Ebenfalls Thema auf der Ratssitzung: der gesperrte Parkplatz an der L138 und der Antrag auf die Errichtung einer Mobilfunksendeanlage.

Wiltingen. Zunächst sah die Tagesordnung der Sitzung des Wiltinger Ortsgemeinderats nur die Zukunft des Kindergartens St. Martinus vor. Doch im Sinn der Bürgernähe nahm der Rat die Beratung über den Antrag für den Bau einer Mobilfunksendeanlage und die Sperrung des Parkplatzes an der Landesstraße 138 zusätzlich in den öffentlichen Teil der Sitzung auf.

Zunächst wurde aber über die Situation im Kindergarten beraten. Kiga-Leiterin Hilde Reinert: "Zurzeit können wir nur sechs zweijährige Kinder aufnehmen, obwohl der Bedarf wesentlich größer ist. Und selbst dafür muss der Kindergarten umgebaut werden, denn für die ganz Kleinen muss ein Ruheraum ständig zur Verfügung stehen." Elisabeth Philippi, Chefin der gemeinnützigen Kita-GmbH im Bereich Konz, monierte, dass der bauliche Zustand der Einrichtung nicht in Ordnung sei: "Alle 14 Tage muss die Heizung repariert werden. Und die Außenanlagen müssen ebenfalls auf den notwendigen Sicherheitsstandard gebracht werden." Die Kosten für den Umbau einzelner Räume und die Sanierung von Heizung und Spielgelände betrage 163 000 Euro, von denen nach Abzug der Zuschüsse durch den Kreis und das Bistum 22 040,82 Euro bei der Ortsgemeinde Wiltingen verblieben. Der Rat votierte einstimmig für das Vorhaben. Ebenfalls Zustimmung erntete der Vorschlag, mit der Planung für die Erweiterung des Kindergartens zu beginnen. Ortsbürgermeister Lothar Rommelfanger: "Ein guter Kindergarten ist ein echter Standortvorteil. Auf die Ortsgemeinde Wiltingen kämen Planungskosten in Höhe von 3 159,45 Euro zu, die, falls die Kindergartenerweiterung genehmigt wird, mit den Baukosten verrechnet werden." Der Rat war sich einig, dass der Anbau nur in Richtung Parkplatz im Bereich des ehemaligen Bushäuschens möglich sei. "Die Planungen für die Umgestaltung des Dorfplatzes werden von einem Erweiterungsbau für den Kindergarten nur wenig betroffen", erläuterte Rommelfanger. Ein Mobilfunksendemast im Bereich des Steinbruchs wird zunächst nicht genehmigt. "Der Vertrag ist nicht unterschriftsreif. Außerdem fehlen uns baurechtliche und technische Informationen", bemängelte Rommelfanger. Dass der gesperrte Parkplatz an der Landesstraße 138 wieder geöffnet werden soll, war einhelliger Wunsch des Rates. "Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) hatte den Parkplatz ohne Rücksprache gesperrt und würde bei Wiederöffnung die Verantwortung für den Erhalt auf die Ortsgemeinde abwälzen", kritisierte Rommelfanger. Hier soll bei einem Ortstermin mit LBM-Vertretern eine Lösung gefunden werden.